Der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst Lebenswege in Ludwigshafen sucht neue Ehrenamtliche für die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Familien. Interessierte können sich bei zwei Infoabenden im September und Oktober über die Aufgabe, die Ausbildung und die weitere Unterstützung informieren.
Die Treffen finden am Mittwoch, 2. September, und am Donnerstag, 1. Oktober 2026, jeweils von 18 bis 19.30 Uhr in der Kreuzstraße 2 in Ludwigshafen-Friesenheim statt. Eine Beratung zum Ehrenamt ist laut Lebenswege darüber hinaus jederzeit telefonisch möglich.
Begleitung zu Hause, im Pflegeheim oder im Krankenhaus
Das Team von Lebenswege begleitet Menschen in der letzten Phase ihres Lebens zu Hause, in Pflegeheimen oder im Krankenhaus. Hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten dabei mit speziell geschulten Ehrenamtlichen zusammen. Das Angebot ist kostenfrei und richtet sich an alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Religion oder Weltanschauung.
Im Mittelpunkt der ehrenamtlichen Tätigkeit stehen Zeit, Aufmerksamkeit und menschliche Nähe. Hospizbegleiter müssen laut Lebenswege nicht auf jede Frage eine Antwort haben. Entscheidend sei, da zu sein, zuzuhören und Patientinnen und Patienten mit Mut und Respekt zu begleiten. Auch Angehörige sollen durch die Gespräche und die verlässliche Präsenz entlastet werden.
Pflegerische oder medizinische Aufgaben übernehmen die Ehrenamtlichen ausdrücklich nicht. Die Tätigkeit konzentriert sich auf die menschliche Begleitung und den Austausch mit den Betroffenen und ihren Familien.
Sechsmonatige Ausbildung startet im Januar 2027
Die Ausbildung zum ehrenamtlichen Hospizbegleiter dauert sechs Monate und endet mit einem bundesweit anerkannten Zertifikat. Sie orientiert sich an den Vorgaben des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes.
Vor dem eigentlichen Qualifizierungsseminar steht ein zweitägiges Grundseminar. Es findet am 20. November 2026 von 18 bis 20.30 Uhr und am 21. November von 10 bis 15 Uhr statt. Dabei geht es um die Begleitung, um Sterben und Tod sowie um die persönliche Frage, ob das Ehrenamt zu den eigenen Vorstellungen und Möglichkeiten passt.
Das Qualifizierungsseminar beginnt im Januar 2027 und läuft ein halbes Jahr. Geplant sind jeweils zwei Termine pro Monat. Inhaltlich stehen unter anderem Kommunikation, Nähe und Distanz, die eigene Biografie und persönliche Abschiedserfahrungen auf dem Programm. Außerdem beschäftigen sich die Teilnehmenden mit konkreten Fragen rund um Sterben und Tod, absolvieren ein Praktikum und erhalten Einblicke in sozial-rechtliche Themen sowie vorsorgende Verfügungen. Ein Ausflug in einen Friedwald gehört ebenfalls zur Ausbildung.
Unterstützung auch nach dem Kurs
Mit dem Abschluss endet die Begleitung durch Lebenswege nicht. Regelmäßige Fortbildungen und Supervisionen sollen die Ehrenamtlichen während ihrer Tätigkeit unterstützen. Hinzu kommen der Austausch mit den hauptamtlichen Koordinatorinnen und Koordinatoren sowie die Einbindung in das Team.
Wie viele Menschen sich bereits engagieren, zeigt der jüngste Ausbildungsjahrgang: Im Juni 2026 schlossen 13 Frauen und ein Mann ihre Ausbildung ab und erhielten ihr Zertifikat. Sie begleiten inzwischen schwerkranke und sterbende Menschen in Ludwigshafen und Umgebung.
Anmeldung und Rückfragen: Katrin Reinhardt ist unter 0621 4909-1333 oder per E-Mail an [email protected] erreichbar.