Für Grundschüler der Grundschule Niederfeld ist der Schulweg durch die Abteistraße in Ludwigshafen-Gartenstadt sicherer und barrierefreier geworden: Noch vor Beginn des neuen Schuljahres wurden im August 2026 die Bordsteine an der dortigen Querungshilfe auf beiden Seiten abgesenkt. Die Maßnahme war seit Jahren gefordert worden.
Ausgangspunkt war ein Antrag der FWG vom 29. September 2023 im Ortsbeirat. Hans Arndt hatte darin vorgeschlagen, den Schulweg für die Kinder der Grundschule Niederfeld mit einer Querungshilfe zu verbessern. Ziel eines Schulwegkonzepts ist es, Kindern einen sicheren und möglichst selbstständigen Weg zur Schule zu ermöglichen. Dazu gehört auch, dass Eltern die Strecke gemeinsam mit ihren Kindern einüben können.
Querungshilfe zunächst ohne abgesenkte Bordsteine
Im April 2025 wurde die Querungshilfe nach mehr als einem Jahr Diskussion und einem Termin vor Ort in die Abteistraße eingebaut. Die Stadtverwaltung hatte damals allerdings mitgeteilt, dass eine Absenkung der Bordsteine zunächst nicht vorgesehen sei. Als Gründe wurden fehlende Kapazitäten im Bereich 4-14 und eine dadurch erwartete Verzögerung genannt. Außerdem sei die Absenkung an dieser Stelle wegen der Zielgruppe nicht zwingend erforderlich.
Die FWG und Arndt kritisierten diese Einschätzung. Die Fraktion stellte deshalb am 25. Juni 2025 erneut einen Antrag, um die Absenkung auf beiden Seiten der Querungshilfe zeitnah umzusetzen. Dabei verwies sie auf die Regeln für die Einrichtung von Fußgängerüberwegen. Querungshilfen sollten demnach barrierefrei gestaltet sein und für alle Menschen nutzbar bleiben.
Umsetzung bei großer Hitze
Die Stadtverwaltung erklärte anschließend, der Bereich Tiefbau werde dem Antrag im Hinblick auf Bordsteinabsenkungen und Barrierefreiheit entsprechen. Das Vorhaben sollte ab 2026 in das Arbeitsprogramm des Straßenunterhalts aufgenommen werden. Nach Angaben der FWG sind die Arbeiten nun im August 2026 abgeschlossen worden – nach insgesamt drei Jahren seit dem ersten Antrag.
Arndt zeigte sich laut FWG zugleich kritisch und dankte den Beschäftigten der WBL, die das Projekt bei Temperaturen von bis zu 40 Grad noch vor dem Schuljahresbeginn umgesetzt hätten. „Wir haben etwas gemacht, haben aber eigentlich kein Personal dafür, außerdem laufen dort keine Leute rum, die einen abgesenkten Bordstein brauchen“ – so hatte er die frühere Stellungnahme der Verwaltung zugespitzt zusammengefasst.
FWG stellt weitere Fragen für den Ortsbeirat
Für die nächste Sitzung des Ortsbeirats am 21. August 2026 will die FWG klären, welche zusätzlichen Maßnahmen an der Querungshilfe geplant sind. Im Mittelpunkt stehen die Sichtbarkeit und die sichere Führung der Kinder.
- Ist die Querungshilfe aus ausreichender Entfernung von beiden Seiten sichtbar, und sind weitere Schilder oder Markierungen vorgesehen?
- Welche Maßnahmen sollen verhindern, dass die Sichtachse durch parkende Fahrzeuge zugeparkt wird?
- Wie wird der Fußverkehr vom Zebrastreifen an der Hochfeldstraße möglichst direkt zur Querungshilfe geführt?
Die FWG fragt außerdem nach einer möglichen physischen oder visuellen Führung, etwa durch Gitter, Hecken oder Markierungen. Solche Maßnahmen sollen verhindern, dass Kinder wegen Umwegen von der vorgesehenen sicheren Route abweichen.