Der Zwischenbericht zum Flugzeugabsturz in Limburgerhof bestätigt den folgenschweren Ablauf: Das historische US-Militärflugzeug zerbrach in der Luft und stürzte anschließend in vielen Einzelteilen auf die Gemeinde. Die beiden Piloten kamen ums Leben, eine Anwohnerin wurde leicht verletzt. Warum die Maschine während des Flugs auseinanderbrach, ist weiterhin offen.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) hat ihren 18-seitigen Zwischenbericht in Braunschweig vorgelegt. Eine Explosion oder ein Feuer an Bord gab es demnach nicht. Ein explosionsartiger Knall, den viele Bürger in Limburgerhof und Ludwigshafen unmittelbar vor dem Absturz hörten, entstand offenbar durch das Auseinanderbrechen des Flugzeugs. Die Trümmer verteilten sich auf einer Fläche von etwa 400 mal 200 Metern und beschädigten 25 Häuser.

Kurswechsel nach dem Überflug von Maudach

Die Piloten waren am Unglückstag um 10.41 Uhr mit der historischen Maschine in Aachen gestartet. 45 Minuten später, um 11.26 Uhr, überflog das Flugzeug gerade Maxdorf, Ruchheim und Maudach. Danach wich es plötzlich vom bisherigen Kurs ab, drehte nach Süden und zerbrach in der Luft.

Für Menschen in Ludwigshafen war das Geschehen damit auch in mehreren Stadtteilen wahrnehmbar. Der Bericht nennt den Überflug von Maudach ausdrücklich. Die später herabfallenden Einzelteile trafen jedoch ein Gebiet in Limburgerhof.

77 Jahre alte Maschine auf Überführungsflug

Bei dem Flugzeug handelte es sich laut BFU um eine US-amerikanische T-28A Trojan. Die Maschine war 1949 gebaut worden und damit zum Unfallzeitpunkt 77 Jahre alt. Im Dezember 2025 wurde sie restauriert. Ein Unternehmer aus Oberbayern hatte das Kampfflugzeug gekauft und wollte es von Aachen zu seinem künftigen Standort in Oberpfaffenhofen südwestlich von München überführen.

Beide Piloten verfügten über umfangreiche Flugerfahrung. Der 66-jährige Pilot besaß seit 2015 eine Privatpilotenlizenz und hatte mehr als 4.000 Flugstunden absolviert. Der Copilot hatte seit 2003 eine österreichische Lizenz für große Linienflugzeuge, außerdem eine Fluglehrer-Lizenz und 12.863 Flugstunden. Beide verfügten über Sitzfallschirme. Diese wurden laut BFU jedoch nicht aktiviert.

Untersuchung der Trümmer läuft weiter

Zum Zeitpunkt des Absturzes herrschte in Limburgerhof schlechtes Wetter. Über der Gemeinde lagen dichte Wolken, kurz zuvor hatte es stark geregnet. Den Piloten war bekannt, dass sie durch schlechtes Wetter fliegen würden. Aus ihren E-Mails geht hervor, dass sie darüber nachgedacht hatten, den Flug zu verschieben.

Die BFU beschreibt die Wetterbedingungen im Zwischenbericht ausführlich, stellt aber keinen Zusammenhang zwischen dem Wetter und dem Absturz her. Die Flugzeugtrümmer werden weiter untersucht. Damit bleibt die zentrale Frage zunächst unbeantwortet: Was führte dazu, dass die historische Maschine während des Flugs zerbrach?