Für 360 junge Menschen beginnt bei BASF in Ludwigshafen ein neuer Abschnitt: Mit dem Ausbildungsstart 2026 starten sie am Unternehmensstandort ins Berufsleben. Nach Angaben von BASF gehören dazu 322 Auszubildende in verschiedenen Berufsfeldern und 38 Teilnehmende am Programm „Start in den Beruf“. Zusätzlich beginnen 59 Quereinsteigende in der Produktion.
Die Zahl der Bewerbungen ist zugleich deutlich gestiegen. BASF registrierte nach eigenen Angaben mehr als 10.000 Bewerbungen – 2.000 mehr als im Vorjahr. Für den Ludwigshafener Standort ist die Ausbildung damit weiterhin ein wichtiger Weg, um Fachkräfte für die künftigen Anforderungen des Unternehmens zu entwickeln.
Neue Schwerpunkte bei Lernen und Praxis
BASF will die Ausbildung nicht nur fachlich ausrichten. Motivation, Eigenverantwortung und selbstständiges Lernen sollen stärker berücksichtigt werden. Das Unternehmen möchte die jungen Menschen damit auf eine Arbeitswelt vorbereiten, die sich verändert, und zugleich ihre persönliche Entwicklung fördern.
Ein neues Beispiel ist der Ausbildungsplan für angehende Chemikantinnen und Chemikanten. Die Ausbildungsinhalte werden über die gesamte Ausbildungsdauer von dreieinhalb Jahren neu verteilt. Dadurch sollen im ersten Ausbildungsjahr zusätzliche Freiräume für Orientierung, Motivation und die gezielte Unterstützung des Lernerfolgs entstehen.
Das Konzept wird zunächst ein Jahr lang pilotiert. Fachliches Lernen wird dabei mit lernpädagogischen Ansätzen und Elementen aus der Positiven Psychologie verbunden. Im Mittelpunkt stehen Lernkompetenz, Selbstvertrauen und Motivation. Außerdem sammeln die Auszubildenden bereits innerhalb der ersten drei Monate praktische Erfahrungen im Betrieb. BASF erwartet davon ein realistischeres Bild des jeweiligen Berufs sowie eine stärkere Identifikation mit Ausbildungsberuf und Unternehmen.
Mit der Initiative #AzubiWork können Auszubildende zudem an realen Projekten mitarbeiten, wenn ein unmittelbarer Einsatz im Betrieb nicht möglich ist. Die Betriebe am Standort melden dafür Aufträge an, die gemeinsam mit Ausbilderinnen und Ausbildern geplant und umgesetzt werden. Neben der fachlichen Qualifizierung soll das Format unternehmerisches Denken und Eigenverantwortung fördern.
Ausbildung auch mit Limburgerhof verbunden
Eine Rolle spielt außerdem die neue Unternehmensstruktur der BASF Agricultural Solutions Deutschland GmbH mit Sitz in Limburgerhof. Die Gesellschaft ist seit dem 1. Juli 2026 eigenständig innerhalb der BASF-Gruppe. Sie bietet weiterhin jährlich rund 30 Ausbildungsplätze in sechs Berufsbildern sowie im Qualifizierungsprogramm zur Chemikantin beziehungsweise zum Chemikanten an.
Die Ausbildung bleibt dabei eng mit dem BASF-Standort Ludwigshafen verbunden. Wesentliche Teile absolvieren die Nachwuchskräfte gemeinsam mit anderen BASF-Auszubildenden in der zentralen Ausbildung in Ludwigshafen. Hinzu kommen Praxisphasen in Limburgerhof und Ludwigshafen. Nach Unternehmensangaben sollen so Ausbildungsqualität und Infrastruktur erhalten bleiben, während die Fachkräfteentwicklung über mehrere Standorte hinweg fortgesetzt wird.
Symbol für den Ausbildungsstart und Bewerbung für 2027
Am ersten Ausbildungstag gestalteten die neuen Auszubildenden traditionell gemeinsam das Ausbildungsstartmotiv. 2026 formte die Gruppe ein Unendlichkeitszeichen, eine liegende Acht. Die Idee kam von den Auszubildenden selbst. Das Motiv steht für Verbindung, Zusammenhalt und die Beziehungen, die während der Ausbildung entstehen. Zugleich greift es die in einer digitalen Abfrage häufig genannten Themen Teamgeist, Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung auf.
Während der Ausbildungsstart 2026 in Ludwigshafen begonnen hat, können sich Interessierte bereits für 2027 bewerben. BASF nennt Einstiegsmöglichkeiten in Produktion, Technik, Naturwissenschaften, IT, kaufmännischen Berufen und Gastronomie. Die Bewerbung ist online unter www.basf.com/ausbildung möglich.
Im Auswahlverfahren zählen laut BASF nicht nur Zeugnisse. Auch Motivation, Persönlichkeit und Entwicklungspotenzial werden berücksichtigt. Für Jugendliche und Quereinsteigende, die sich für einen Einstieg am BASF-Standort Ludwigshafen interessieren, ist die laufende Bewerbungsphase damit bereits der nächste mögliche Startpunkt.