Ein 66-jähriger Mann aus Ludwigshafen ist Opfer eines Telefonbetrugs geworden. Am 2. November 2026 gegen 16 Uhr meldete sich ein Anrufer bei ihm und gab sich als Mitarbeiter seiner Bank aus. Der angebliche Bankmitarbeiter behauptete, auf dem Girokonto des Mannes seien verdächtige Aktivitäten festgestellt worden.
Der Anruf verunsicherte den 66-Jährigen. Er folgte den Anweisungen des Unbekannten und meldete sich über die Plattform „AnyDesk“ mit seinen Bankdaten an. Danach versicherte der Anrufer, mit dem Konto sei alles in Ordnung. Erst später bemerkte der Mann, dass Geld von seinem Konto abgebucht worden war. Er erkannte den Betrug und meldete ihn der Polizei.
So funktioniert die Masche mit dem falschen Bankmitarbeiter
Nach Angaben der Polizei gehen falsche Bankmitarbeiter professionell vor. Sie nutzen technische Möglichkeiten und verschiedene Kontaktwege, um den Eindruck zu erwecken, tatsächlich für das Geldinstitut des Opfers zu arbeiten. Zum Einsatz kommen häufig gefälschte E-Mails, SMS oder Anrufe.
Als Vorwand dienen angebliche Notfälle: Die Täter behaupten beispielsweise, das Konto sei gehackt worden oder es seien unberechtigte Abbuchungen erfolgt. Dadurch setzen sie Betroffene unter Druck. Ziel ist es, vertrauliche Informationen wie Benutzernamen, PIN-Nummern oder TANs zu erhalten.
Diese Regeln schützen vor Telefonbetrug
Die Polizei rät Menschen in Ludwigshafen, bei verdächtigen Anrufen sofort aufzulegen. Das sei nicht unhöflich. Persönliche Daten sollten am Telefon grundsätzlich nicht weitergegeben werden. Insbesondere fragt eine Bank ihre Kunden nicht telefonisch nach Zugangsdaten wie der PIN.
- Bei einem verdächtigen Anruf auflegen und das Gespräch nicht fortsetzen.
- Keine persönlichen Daten, Benutzernamen, PINs oder TANs am Telefon nennen.
- Nicht die Rückwahltaste des Telefons verwenden. Stattdessen die Bank über eine bekannte Telefonnummer selbst anrufen und die Nummer manuell eingeben.
- Den Vorfall der örtlich zuständigen Polizeidienststelle melden oder die Onlinewache der Polizei Rheinland-Pfalz nutzen.
Wer unsicher ist oder sich über Schutzmöglichkeiten gegen Telefonbetrug informieren möchte, kann sich an die Präventionsexperten unter der Telefonnummer 0621 963-21177 wenden. Die Meldung wurde am 4. November 2026 um 10.30 Uhr aktualisiert.