An der Albert-Schweitzer-Grundschule im Ludwigshafener Dichterquartier soll die Sprachförderung künftig durch eine Lernsoftware und ergänzende Arbeitshefte unterstützt werden. Die Schule setzt dafür auf „Sag es auf Deutsch“. Das Angebot richtet sich an Kinder mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen. Sie sollen damit Lernlücken gezielter und selbstständiger aufarbeiten können.
Der Beitrag über das Vorhaben wurde am 10. September 2026 veröffentlicht. Nach Angaben von Vonovia finanzierte eine Spende in Höhe von 1.500 Euro die Schulversion der Software sowie ergänzende Materialien. Die Lehrkräfte hatten zuvor intern eine Fortbildung zu dem Konzept erhalten. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, damit die neuen Angebote im Unterricht und bei der zusätzlichen Sprachförderung eingesetzt werden können.
260 Kinder aus 23 Nationen lernen an der Schule
Die Albert-Schweitzer-Schule besuchen derzeit 260 Kinder aus 23 Nationen. Sie lernen in 13 Klassen und vier Jahrgangsstufen. Die Klassenstärken liegen zwischen 18 und 24 Kindern. An der Grundschule kommen damit unterschiedliche sprachliche Voraussetzungen zusammen. Gerade für Kinder, die Deutsch noch wenig oder gar nicht beherrschen, sollen die neuen Materialien eine stärker am individuellen Lernstand orientierte Unterstützung ermöglichen.
Die Software behandelt nach Angaben der Mitteilung die Bereiche Buchstaben, Wortschatz und Grammatik. Gedruckte Arbeitshefte ergänzen die digitalen Übungen. Die Kinder können dadurch an ihrem jeweiligen Lernstand weiterarbeiten. Welche Aufgaben sie konkret bearbeiten oder wie oft die Software genutzt wird, geht aus dem Beitrag nicht hervor.
Rektorin Gabriela Eckhartt-Mittendrein beschreibt den Nutzen der Materialien für Deutsch als Zweitsprache so: „Die neuen Materialien für Deutsch als Zweitsprache ermöglichen uns, Kinder mit unterschiedlichen Deutschkenntnissen noch gezielter zu fördern“. Zugleich bewertet sie die Ergänzung des Unterrichts mit den Worten: „Diese neuen Materialien sind eine Bereicherung für den Unterricht.“
Förderstunden nur an zweieinhalb Tagen
Hintergrund für die zusätzliche Lernmöglichkeit ist nach Angaben der Schule auch die begrenzte personelle Ausstattung bei der Sprachförderung. Für Förderstunden in kleinerer Runde am Vormittag steht nur an zweieinhalb Tagen pro Woche ein Lehrer zur Verfügung. Er teilt sich die Stelle mit einer anderen Schule.
An den übrigen Tagen nehmen Kinder mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen am regulären Unterricht teil. Die neue Software und die Arbeitshefte sollen ihnen ermöglichen, unabhängig von den gemeinsamen Unterrichtsphasen an ihrem jeweiligen Lernstand weiterzuarbeiten. Aus der Quelle ergibt sich nicht, in welchem Umfang dabei eine direkte Begleitung durch Lehrkräfte vorgesehen ist. Beschrieben wird die Lernsoftware als Ergänzung zu den bestehenden pädagogischen Angeboten.
Vonovia finanziert Schulversion und Materialien
Die Spende stammt von Vonovia. Sandra Foreiter, Regionalleiterin des Unternehmens, erklärt: „Als Teil der Stadtgesellschaft fördern wir gern Projekte, die Kindern im Umfeld unserer Wohnungen konkret helfen“. Brigitte Koch, Bewirtschafterin bei Vonovia, verweist auf die Bedeutung der Unterstützung: „Frühe Sprachförderung ist Voraussetzung für Bildungserfolg und Teilhabe. Wir unterstützen gerne die Schule bei einer Lösung, die die pädagogische Arbeit sinnvoll ergänzt.“
Mit der Einführung erhält die Albert-Schweitzer-Grundschule damit ein zusätzliches Werkzeug für die Deutschförderung. Die digitalen Übungen und Arbeitshefte sollen besonders dort ansetzen, wo die Lernstände der Kinder innerhalb einer Klasse unterschiedlich sind. Ein genauer Starttermin und Angaben zur späteren Nutzungshäufigkeit werden in dem Beitrag nicht genannt.