Über den Gleisen des Ludwigshafener Hauptbahnhofs nimmt die neue Westbrücke weiter Gestalt an. Nach Angaben der Stadtverwaltung liegen die Arbeiten im Plan. Für den Bahnverkehr bedeutet das: Die darunterliegenden Gleise bleiben während der Bauarbeiten uneingeschränkt in Betrieb.

Neue Verbindung über das nördliche Gleisfeld

Die Brücke soll den Verkehr künftig über das nördliche Gleisfeld des Hauptbahnhofs führen. Sie wird die A650 mit der künftigen Helmut-Kohl-Allee verbinden und damit ein wichtiges Element der geplanten Verkehrsanbindung in Ludwigshafen werden.

In den vergangenen Wochen wurden nach Angaben der Stadtverwaltung acht weitere Stahlhohlkästen für den östlichen Abschnitt des Überbaus eingehoben. Die einzelnen Bauteile sind jeweils bis zu 50 Meter lang und wiegen rund 100 Tonnen. Für Ende September sind weitere Montagearbeiten sowie das Einheben der letzten vier Stahlhohlkästen vorgesehen.

Fahrbahnplatte entsteht abschnittsweise

Parallel zum Einbau der Stahlteile wird an der Fahrbahnplatte gearbeitet. Dafür kommt derzeit ein Schalwagen zum Einsatz. Mit ihm wird die Betonfahrbahnplatte abschnittsweise hergestellt. Nach dem Aushärten des Betons wird die Konstruktion in den nächsten Bauabschnitt verschoben.

Auf diese Weise können jeweils rund 20 Meter Fahrbahnplatte innerhalb von zwei Wochen entstehen. Die Bauweise hat zudem praktische Folgen für Pendler und Bahnreisende: Unterhalb der Brücke sind keine Stützgerüste erforderlich. Deshalb können die Züge auf den darunterliegenden Gleisen weiterfahren.

Die Stadtverwaltung teilte mit, dass die Bauarbeiten planmäßig voranschreiten. Ein konkreter Fertigstellungstermin der Westbrücke wird in der vorliegenden Mitteilung nicht genannt.