Eine geplante Wasserstoff-Pipeline soll künftig Ludwigshafen und Frankenthal verbinden. Der Netzbetreiber Gascade hat bei einer Veranstaltung im Frankenthaler Kulturzentrum Gleis4 erstmals Einblicke in die Planung der 15 Kilometer langen Leitung gegeben.

Rund 30 Bürgerinnen und Bürger aus Ludwigshafen und Frankenthal kamen zu dem Informationsabend, um sich über die Ideen des Netzbetreibers zu informieren. Damit erreichte das Projekt auch Interessierte aus Ludwigshafen, die von der geplanten Infrastruktur betroffen sein könnten.

Gascade plant Infrastruktur bis Ende des Jahrzehnts

Bei der Präsentation wurde deutlich, dass Gascade nicht selbst als Wasserstoffanbieter auftreten will. Eine entsprechende Erwartung konnte der Fernnetzbetreiber nach Angaben der Veranstaltung nicht erfüllen: Die Kasseler Gesellschaft plant ausschließlich den Bau beziehungsweise die Verlegung der Infrastruktur.

Der grüne Wasserstoff soll später von nachgelagerten Anbietern in die Leitung eingespeist werden. Gascade schafft damit nach eigener Planung die technische Voraussetzung für den Transport, übernimmt aber nicht den Verkauf des Energieträgers.

Was der Infoabend für Ludwigshafen bedeutet

Für Ludwigshafen ist vor allem der geplante Leitungsverlauf im regionalen Zusammenhang relevant. Die Pipeline soll über eine Länge von 15 Kilometern zwischen den beteiligten Städten führen. Konkrete Angaben zu einzelnen Straßen, Grundstücken, Bauabschnitten oder einem exakten Zeitplan nennt das vorliegende Material nicht.

Fest steht nach der Vorstellung im Gleis4 lediglich das Ziel, die Infrastruktur bis zum Ende des Jahrzehnts zu verlegen. Welche Anbieter den grünen Wasserstoff später einspeisen und wann der Betrieb beginnen könnte, bleibt in den vorliegenden Informationen offen.