Die Verkehrssituation in Ludwigshafen wird von vielen Bürgerinnen und Bürgern kritisch bewertet. An einer Online-Umfrage der Stadt beteiligten sich knapp 800 Menschen. Besonders beim Radverkehr und beim öffentlichen Nahverkehr sehen die Teilnehmenden deutlichen Verbesserungsbedarf.
Die Rückmeldungen wurden auf einer Stadtkarte gesammelt. Insgesamt markierten die Befragten dort 207 konkrete Handlungsbedarfe. Die Karte soll sichtbar machen, wo es aus Sicht der Einwohnerinnen und Einwohner im Stadtgebiet Probleme gibt.
Unsicherheit auf Ludwigshafens Radwegen
Besonders häufig bemängelten die Teilnehmenden fehlende oder unsichere Radwege. An Baustellen wünschen sie sich sichere Umleitungen. Als bessere Lösung nannten sie durchgängige Radverbindungen, die baulich vom Autoverkehr getrennt sind.
Vor allem Radfahrerinnen und Radfahrer fühlen sich demnach im Straßenverkehr unsicher. Zu schnelles Fahren, falsch abgestellte Fahrzeuge sowie Konflikte zwischen Autos, Fahrrädern und Fußgängern verstärken dieses Gefühl.
Mehr Takt und bessere Informationen im ÖPNV
Auch Busse und Straßenbahnen kommen in den Rückmeldungen nicht gut weg. Gewünscht werden zuverlässigere Verbindungen, häufigere Fahrten und eine bessere Abstimmung zwischen den Verkehrsmitteln. Kürzere Taktzeiten seien den Befragten besonders wichtig – auch am Abend und in der Nacht.
Für die Stoßzeiten fordern sie mehr Kapazitäten. Außerdem wünschen sie sich bessere Echtzeitinformationen zu Abfahrten und Verspätungen. Kritik gibt es laut den Umfrageergebnissen auch an den Verbindungen zur Hochschule, zur BASF und ins Umland.
Am Mittwoch, dem 21. Oktober, soll auf der Internetseite der Stadt eine zweite Umfrage starten. Beide Befragungen gehören zum Mobilitätsplan, den die Stadtverwaltung gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickelt. Darin soll die mittel- bis langfristige Entwicklung der Mobilität in Ludwigshafen festgehalten werden.