Ein True-Crime-Abend mit direktem Bezug zu Ludwigshafen: Der Podcast „Alles Böse“ der RHEINPFALZ kommt zweimal live ins Congressforum Frankenthal. Die Veranstaltungen widmen sich wahren Verbrechen aus der Pfalz – darunter der Geschichte der Roten Armee Fraktion und einem Doppelmord, bei dem ein Unternehmer aus Ludwigshafen zu den Opfern gehört haben soll.

Für Interessierte aus Ludwigshafen ist vor allem der zweite Abend relevant. Dann geht es um den Fall „Der Lockvogel: Jagd auf reiche Unternehmer“. Nach Angaben der RHEINPFALZ wurde der Unternehmer mithilfe eines Lockvogels in einen Hinterhalt gelockt, anschließend entführt und später getötet. Die Ermittlungen führten die Polizei bis nach Frankenthal.

Zwei Abende im Congressforum

Am 5. November um 18.30 Uhr nehmen die Podcast-Moderatoren Uwe Renners und Victoria Fuchs das Publikum mit in die 1970er- und 1980er-Jahre. Renners ist stellvertretender Chefredakteur Digitales, Fuchs arbeitet als Digitalredakteurin. Gemeinsam mit dem RHEINPFALZ-Korrespondenten Georg Altherr blicken sie auf die Spuren der RAF in der Pfalz zurück.

Zum regionalen Rückblick gehören Bombenanschläge in Zweibrücken und Ramstein, RAF-Mitglieder aus Enkenbach-Alsenborn sowie der erste Mord der RAF bei einem Banküberfall in Kaiserslautern. Der Abend soll damit nicht nur die bundesweit bekannte Geschichte der Terrororganisation beleuchten, sondern auch ihre Schauplätze in der Region einordnen.

Der zweite Termin ist für den 15. April um 18.30 Uhr angekündigt. Als Gast ist Christoph Hämmelmann dabei, der frühere Host von „Alles Böse“. Er hat die Ermittlungen zu dem aufsehenerregenden Doppelmord-Prozess begleitet.

Karten und Hintergrund zum Podcast

Karten für beide Live-Podcasts sind laut Quelle über den Veranstaltungskalender des Congressforums erhältlich. Ein konkreter Preis wird in der Ankündigung nicht genannt.

„Alles Böse“ war bereits beim Limburger Sommer in Bad Dürkheim live zu sehen. Bei dieser Premiere ging es um einen Fall, der weltweit für Aufmerksamkeit sorgte: Bei einer Razzia in Bad Dürkheim wurden 2015 jahrzehntelang verschollene Nazi-Bronzehengste entdeckt. Die Skulpturen hatten einst bis 1943 vor Hitlers Reichskanzlei gestanden. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob der Mann aus Bad Dürkheim, in dessen Lagerhalle die Figuren gefunden wurden, sie legal erworben hatte.

Die Frankenthaler Veranstaltungen verbinden damit regionale Kriminalfälle, historische Hintergründe und die Arbeit an Ermittlungsfällen. Der Ludwigshafen-Bezug liegt im Doppelmord-Fall und dem dort genannten Opfer.