Eine 79-jährige Frau aus Ludwigshafen ist Opfer einer Trojaner-Betrugsmasche geworden. Nach mehreren gefälschten Warnmeldungen auf ihrem Computer und einem Anruf bei einer vermeintlichen Hotline verlor sie insgesamt 1.000 Euro.

Die ersten Warnhinweise entdeckte die Seniorin nach Angaben der Polizei bereits am 6. Oktober an ihrem Computer. Auf dem Bildschirm war eine Telefonnummer angegeben. Als die Frau dort anrief, behauptete ein Mann, ihr Rechner sei mit einem Trojaner infiziert. Dieser könne sowohl den Computer als auch das Festnetztelefon hacken.

Erste Gutscheinkarten im Wert von 500 Euro

Der angebliche Mitarbeiter forderte die Ludwigshafenerin auf, Gutscheinkarten im Wert von 500 Euro zu kaufen und die darauf enthaltenen Codes zu übermitteln. Als Begründung erklärte er, die Geräte könnten erst danach wieder genutzt werden. Zugleich versprach er, das Geld später zurückzuzahlen.

Nachdem die Frau die Codes weitergegeben hatte, stellte sie bei ihrer Bank tatsächlich eine Rücküberweisung über 500 Euro fest. Dadurch gewann sie offenbar Vertrauen in den Anrufer. Dieser erklärte anschließend, der Trojaner sei noch nicht vollständig entfernt, und verlangte weitere Gutscheinkarten – nun im Wert von 1.000 Euro.

Polizei gibt Hinweis für Betroffene

Die Frau kam der zweiten Aufforderung nach. Eine Rückzahlung dieses Betrags wird in der Mitteilung nicht genannt. Insgesamt entstand ihr damit ein Schaden von 1.000 Euro.

Die Polizei rät Menschen, die eine solche Warnmeldung auf ihrem Computer sehen, den Bildschirm zu fotografieren und das Bild unverzüglich an die Polizei zu übermitteln. Unaufgeforderte Warnhinweise mit einer eingeblendeten Telefonnummer sollten daher nicht als Beleg für einen tatsächlichen Trojaner-Befall verstanden werden.