Eine neue Ausstellung in der Melanchthonkirche in Ludwigshafen rückt das biblische Motiv vom „Goldenen Kalb“ in den Mittelpunkt. Die Frankenthaler Künstlergruppe Treidler verbindet die Geschichte mit der Frage, welchen irdischen Dingen Menschen heute besondere Bedeutung beimessen.
Im Zentrum steht dabei nicht nur das namensgebende Kalb. Die Ausstellung thematisiert den „Tanz ums goldene Kalb“, die Suche nach Sinn sowie die Verehrung von Geld, Macht und Drogen. Nach der Darstellung der Ausstellungsmacher sind diese Formen menschlichen Verhaltens vermutlich so alt wie die Menschheit – und zugleich weiterhin aktuell.
Ein Smartphone zwischen Tänzerin und Kalbskopf
Eine besonders auffällige Arbeit stammt von Friedlinde Hüther. Ihre Installation erinnert an einen Altar. Zwischen einer Tänzerin und einem goldenen Kalbskopf platzierte die Künstlerin ein Smartphone. Damit wird ein Gegenstand zum Teil der Inszenierung, den viele Menschen im Alltag nahezu kultisch verehren.
Die Arbeit übersetzt das biblische Gleichnis in eine zeitgenössische Bildsprache: Das goldene Kalb steht nicht allein für Reichtum, sondern für unterschiedliche Dinge und Kräfte, denen Menschen Macht über ihr Leben einräumen. Das Smartphone bildet dabei den modernen Bezugspunkt der Installation.
Treidler-Ausstellung in der Melanchthonkirche
Zur Ausstellung gehören Friedlinde Hüther, Karin Klomann, Susanne Schramm und Adam Tumele. Ein Foto aus der Melanchthonkirche zeigt die vier Beteiligten im Gespräch beziehungsweise im Dialog.
Die Ausstellung bringt damit eine Künstlergruppe aus Frankenthal und einen Ausstellungsort in Ludwigshafen zusammen. Weitere Angaben zu Laufzeit, Öffnungszeiten oder einem Begleitprogramm enthält die vorliegende Information nicht.