Das TILT BLIES Festival ist nach einer Pause mit einem ausverkauften Auftakt an den Blies-See in Ludwigshafen zurückgekehrt. Am Samstag kamen Besucherinnen und Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet zu dem neuen Open-Air-Format von TILT Events. Auf zwei Bühnen spielten insgesamt 19 internationale und regionale Acts House-Musik.
Für das Team aus der Pfalz war die Veranstaltung zugleich der Neustart eines Projekts, das zwischenzeitlich vor dem Aus gestanden hatte. TILT Events hat das traditionsreiche Blies-Gelände übernommen und dort ein neues Festivalformat etabliert. Nach Angaben der Veranstalter wurde die Premiere damit bereits zur größten Open-Air-Veranstaltung für House-Musik in der Region.
Zwei Bühnen und 19 Acts am Wasser
Das Konzept verband entspannte House-Klänge mit einem gastronomischen Angebot direkt am Wasser. Zum Line-up gehörten unter anderem Priku, Fletch, Nick Curly, Dan Ghenacia, Octo Octa und Fabe. Ergänzt wurde das Programm durch Residents von TILT sowie weitere lokale DJs.
Der Veranstaltungstag verlief laut den Organisatoren ohne nennenswerte Zwischenfälle. Besonderes Augenmerk lag auf dem Soundmessungs-Konzept. Beschwerden aus der Nachbarschaft habe es nach Angaben der Veranstalter nicht gegeben.
Auch Ludwigshafens Oberbürgermeister Blettner besuchte das Festival vor Ort. Er lobte die Übernahme und die professionelle Umsetzung durch TILT Events. Zugleich verwies er darauf, dass die Stadt das Projekt weiterhin unterstützen wolle.
„Ich bin so froh, dass die Jungs von TILT das Blies Festival übernommen haben und es endlich wieder stattfinden kann. Ultra professionell (…) Die Jungs haben noch viel vor – und ich freue mich, dass wir als Stadt dabei unterstützen können“
Förderer ermöglichen bezahlbare Tickets
Trotz steigender Produktionskosten wollten die Veranstalter die Eintrittspreise bezahlbar halten. Sebastian Aab von TILT Events erklärte, dies sei nur durch die Unterstützung der BASF sowie die Förderung von Stadt und Land möglich gewesen. Ohne diese Beiträge wäre das Festival in dieser Form finanziell nicht umsetzbar gewesen.
„Uns war von Anfang an wichtig, dass die Ticketpreise bezahlbar bleiben. Möglich war das nur durch das Engagement der BASF als Hauptförderer sowie die Förderung von Stadt und Land – ohne diese Unterstützung wäre das Festival in dieser Form finanziell nicht umsetzbar gewesen“
Wirtschaftlich schloss die ausverkaufte Premiere trotzdem lediglich mit einer schwarzen Null ab. Als Grund nannten die Veranstalter die hohen Fixkosten. Dadurch sei die Bedeutung der Förderer und Partner besonders groß gewesen. TILT Events dankte ausdrücklich der BASF als Hauptsponsor sowie Stadt und Land. Ein weiterer Dank galt der Stadtverwaltung, die das Projekt von Beginn an proaktiv begleitet habe.
Auch die BASF sieht in dem Festival einen kulturellen Mehrwert für Ludwigshafen. Anna Katharina Rapp sagte, das Open Air setze mit elektronischer Musik einen eigenen Akzent und erreiche Zielgruppen, die das BASF-Kulturfabrik-Programm nicht anspreche.
„Wir freuen uns, dass das Blies Festival nach der Pause in 2025 dieses Jahr wieder stattfindet. Wir sind als Hauptförderer mit dabei, weil das Blies Festival mit elektronischer Musik einen eigenen Akzent in Ludwigshafen setzt. Es erreicht Zielgruppen, die wir mit unserem eigenen BASF Kulturfabrik Programm nicht erreichen. Vor allem aber bringt es Menschen zusammen und macht die Stadt noch ein Stück attraktiver“
Mehr Besucher möglich – Notausgänge als Engpass
Nach dem erfolgreichen Auftakt richten die Veranstalter den Blick bereits auf die Zukunft. Nach Einschätzung von Eventexpertinnen und -experten bietet das Gelände deutlich mehr Potenzial und könnte wesentlich mehr Besucher aufnehmen.
Derzeit gelten vor allem die Notausgänge als begrenzender Faktor. Sie ließen sich baulich vergleichsweise einfach erweitern. Ob und wann eine solche Erweiterung umgesetzt wird, teilten die Veranstalter in dem Bericht jedoch nicht mit.