Im BASF-Feierabendhaus in Ludwigshafen hat Karl Jenkins’ Messe „The Armed Man“ das Publikum mit einer großen Besetzung und eindringlichen Bildern erreicht. Die Aufführung am Sonntag verband Chor, Orchester und Film – musikalisch überzeugend, in ihrer friedenspolitischen Aussage jedoch nicht ohne offene Fragen.

Rund 100 Sängerinnen und Sänger auf der Bühne

Beteiligt waren rund 100 Sängerinnen und Sänger des BASF-Gesangvereins, des Cäcilienchors Ludwigshafen und des Deutschen Rotary Chors. Die Einstudierung übernahmen Frederic Zeiler für den BASF-Gesangverein und Elke Voelker für den Deutschen Rotary Chor.

Das Orchester setzte sich aus Schülern der Städtischen Musikschule Ludwigshafen und Mitgliedern des hauseigenen Sinfonieorchesters zusammen. Dadurch trafen Nachwuchsmusiker und erfahrene Orchestermitglieder in der Aufführung aufeinander.

Starke musikalische Wirkung, umstrittene Friedensbotschaft

Besonders prägend war der Auftritt der Sopranistin Johanna Beier. Ihre Darbietung wird als Verbindung von stoischer Eleganz und erschütternder Strenge beschrieben. Gemeinsam mit dem großen Chor, dem Orchester und der Filmprojektion entstand eine Aufführung, die beim Publikum für Gänsehaut sorgte.

Gleichzeitig bleibt der Beitrag des Konzerts zur Friedensbotschaft umstritten. Die Aufführung konnte damit musikalisch überzeugen, löste aber offenbar nicht nur Zustimmung zur inhaltlichen Wirkung von Jenkins’ Messe aus. Genau in diesem Spannungsfeld zwischen klanglicher Wucht und politischer Aussage lag die besondere Wirkung des Abends im BASF-Feierabendhaus.