Ein 64-jähriger Mann aus Ludwigshafen hat nach einem betrügerischen Telefonanruf insgesamt 23.900 Euro überwiesen. Der Anruf erfolgte am 16. Oktober 2026 durch einen bislang unbekannten Täter, der sich als Mitarbeiter der Bank des Mannes ausgab. Die Polizei ermittelt inzwischen auch gegen eine 25-jährige Frau aus Mutterstadt, auf deren Konto das Geld einging.

Falscher Bankmitarbeiter setzt Opfer unter Druck

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz meldete sich der unbekannte Anrufer am Vormittag telefonisch bei dem 64-Jährigen. Auf dem Display erschien dabei eine Telefonnummer, die der Rufnummer seiner VR-Bank entsprach. Dadurch entstand offenbar der Eindruck, tatsächlich mit der eigenen Bank verbunden zu sein.

Der Anrufer behauptete, der Computer des Mannes sei gehackt worden. Außerdem erklärte er, es sei bereits ein Geldbetrag verfügt worden. Unter diesem Vorwand brachte er den Geschädigten dazu, sein Onlinebanking zu bedienen und eine Überweisung auf ein fremdes Konto auszulösen.

25-Jährige aus Mutterstadt als Zahlungsempfängerin ermittelt

Im weiteren Verlauf der Ermittlungen identifizierten die Beamten eine 25-jährige Frau aus Mutterstadt als Empfängerin der 23.900 Euro. Nach Darstellung der Polizei erklärte die Frau, sie sei selbst von einem bislang unbekannten Mann gebeten worden, Geld von dessen Familie für ihn entgegenzunehmen und weiterzugeben. Dieser Bitte sei sie auch in diesem Fall nachgekommen.

Welche Rolle der bislang unbekannte Mann bei dem Betrug spielte, ist noch offen und Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Die Polizei teilte mit, dass die Ermittlungen andauern. Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

Polizei warnt vor manipulierten Rufnummern

Die Polizei weist darauf hin, dass Betrüger bei solchen Anrufen häufig professionell vorgehen und technische Möglichkeiten nutzen, um ihre Identität zu verschleiern. Gefälschte Rufnummern, E-Mails oder SMS sollen den Eindruck erwecken, der Kontakt komme tatsächlich von einer Bank.

Mit Behauptungen über gehackte Konten oder angeblich unberechtigte Abbuchungen setzen die Täter ihre Opfer gezielt unter Druck. Ziel ist es, vertrauliche Zugangsdaten zu erhalten oder die Angerufenen selbst zu einer Überweisung zu bewegen. Die Polizei rät deshalb zu besonderer Vorsicht, wenn Bankmitarbeiter am Telefon zu Onlinebanking-Schritten oder Geldtransfers auffordern.