In Ludwigshafen-Maudach rücken die Breite Straße und die Kleestraße als nächste Sanierungsprojekte in den Fokus. Beide Straßen befinden sich nach Angaben der Stadt bereits in der Vorplanung. Neue Vorhaben sieht das Straßenausbauprogramm für die Jahre 2027 bis 2029 zunächst nicht vor: Im Stadtteil sollen bereits geplante Projekte umgesetzt werden.
Ortsbeirat soll früher beteiligt werden
Wenn die Vorplanung abgeschlossen ist, sollen die Entwürfe im Maudacher Ortsbeirat vorgestellt werden. Dabei will die Verwaltung künftig früher auf Rückmeldungen aus dem Stadtteil setzen. Alexander Tremmel, Abteilungsleiter für Straßenbau, kündigte an, bereits mit der Vorplanung in den Ortsbeirat zu kommen. Anregungen und Änderungsvorschläge könnten so leichter in die weitere Planung einfließen.
Im kommenden Jahr könnte der Bauausschuss anschließend über die Vorhaben entscheiden. Ein konkreter Baubeginn für die Breite Straße oder die Kleestraße wurde in dem Bericht nicht genannt.
Schlechte Straßen zuerst
Die Reihenfolge hängt vom Zustand der Straßen ab. Die Stadt bewertet diesen auf einer Skala von eins bis fünf. Nach Aussage Tremmels werden derzeit nur Maßnahmen für Straßen mit der schlechtesten Note fünf vorbereitet. Als Grund nannte er offene Stellen und Personalprobleme in seinem Fachbereich.
Nach der Breite Straße und der Kleestraße stehen laut Tremmel die Schweigener Straße und die Germersheimer Straße auf der Liste. Auch bei diesen Straßen bleibt zunächst offen, wann konkrete Planungen oder Bauarbeiten beginnen.
Kosten und Beiträge
Bei künftigen Bauprojekten soll geprüft werden, ob sich der Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen oder die Technischen Werke Ludwigshafen beteiligen können. Dadurch sollen Baustellen besser miteinander verbunden und Synergieeffekte genutzt werden. Auf den aktuellen Listen dieser beiden Betriebe stehen laut Tremmel allerdings keine Straßen mit der Zustandsnote fünf.
Für die Kostenschätzungen kalkuliert die Verwaltung inzwischen mit 500 Euro pro Quadratmeter Straße. Zuvor lag der angesetzte Wert bei 440 Euro. In Maudach und den anderen Vororten tragen Bürger und Grundstückseigentümer den Angaben zufolge 75 Prozent der Straßenausbaubeiträge; den verbleibenden Anteil übernimmt die Stadt.
Für Maßnahmen in Maudach steht außerdem noch ein Guthaben von 1,3 Millionen Euro aus dem Jahr 2026 zur Verfügung. Der Beitragsanteil hatte zuletzt 18 Cent pro Quadratmeter und Jahr betragen. Für den neuen Dreijahreszeitraum sind zehn Cent vorgeschlagen. Die endgültige Entwicklung hängt jedoch auch von den landespolitischen Beratungen über eine mögliche vollständige Abschaffung der Straßenausbaubeiträge in Rheinland-Pfalz ab.