Im Prinzregenten-Theater in Ludwigshafen ist die Pfälzer Fassung von „Rent-a-friend“ erfolgreich uraufgeführt worden. Das Stück verbindet eine ungewöhnliche Familiengeschichte mit einer Frage, die über die Komödie hinausweist: Was bleibt von Beziehungen, wenn der äußere Eindruck wichtiger wird als die Wahrheit?
Im Zentrum steht eine Tochter, die ihrem Vater zuliebe den perfekten Begleiter mietet. Doch statt eines souveränen Partners bekommt sie einen Kinderclown. Aus diesem Missverständnis entwickelt sich eine Geschichte über Schein und Sein – und über die Erwartungen, die innerhalb einer Familie entstehen können.
Eine Familie mit überraschenden Rollen
Auf der Bühne spielt Timo J. Eigeldinger den erfolgreichen Vater. Seine Tochter wird von Antonia Gabriel dargestellt; sie stellt ihm ihren „Freund“, gespielt von Fabian Kuhn, vor. Astrid Conrad-Mayer übernimmt die Rolle der Mutter, die als karibische Schönheitskönigin beschrieben wird.
Eine zentrale Zeile des Vaters lautet: „Eine Tochter hat das Recht, stolz auf ihren Vater zu sein“. Der Satz verweist auf das Selbstbild der Figur und auf den familiären Druck, der die Handlung in Gang setzt.
Pfälzer Note auf der Bühne im Hemshof
Die Aufführung steht in der Tradition der Bühne im Hemshof. Dort prägte bis vor einiger Zeit besonders der Name Bernhard F. Dropmann die Theaterzettel. Der Gründer und Intendant wurde regelmäßig in mehreren Funktionen genannt – als Schauspieler, Regisseur und Ko-Autor.
Als Ko-Autor sorgte Dropmann laut der Vorlage dafür, dass hochdeutsche Stücke mit einer ausgeprägt pfälzischen Note auf die Bühne kamen. Auch „Rent-a-friend“ nimmt damit ein bekanntes Bühnenstück auf und überträgt seine Geschichte in einen regionalen sprachlichen und kulturellen Rahmen.