Wie können Kinder im Alltag Grenzen setzen und in schwierigen Situationen Hilfe holen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Präventionsveranstaltung in Maxdorf. 62 Eltern, Erziehungsberechtigte und weitere Interessierte nahmen daran teil.
Zu dem Termin am Donnerstag, 24. September, hatten die Polizeiwache Maxdorf und das Sachgebiet Zentrale Prävention des Polizeipräsidiums Ludwigshafen eingeladen. Ziel war es, Erwachsene dafür zu sensibilisieren, wie sie Kinder stärken und auf mögliche Gefahrensituationen vorbereiten können.
Grenzen erkennen und deutlich Nein sagen
Die Teilnehmer erfuhren, wie sie mit Kindern über das Ansprechen durch fremde oder bekannte Personen sprechen können. Kinder sollten ihre eigenen Grenzen wahrnehmen und deutlich „Nein!“ sagen können. Außerdem wurde vermittelt, dass sie sich jederzeit an vertraute Erwachsene wenden dürfen und dass ihre Sorgen ernst genommen werden müssen.
Schwerpunkt sexueller Missbrauch
Ein weiterer Schwerpunkt war der sexuelle Missbrauch von Kindern. Besprochen wurden mögliche Vorgehensweisen von Tätern, Warnsignale und Handlungsmöglichkeiten bei einem Verdacht. Dabei wiesen die Veranstalter darauf hin, dass sexuelle Übergriffe nicht ausschließlich durch Fremde erfolgen, sondern häufig auch im sozialen Umfeld der Kinder stattfinden können.
Im Anschluss konnten die Besucher Fragen stellen. Dabei ging es unter anderem um das Verhalten in verdächtigen Situationen, den Umgang mit Aussagen von Kindern und geeignete Hilfsangebote.
„Kinder sollen nicht mit Angst aufwachsen. Vielmehr möchten wir sie stärken und ihnen vermitteln, dass sie Grenzen setzen dürfen und jederzeit Hilfe holen können“
Das erklärte Polizeihauptkommissarin Lanz bei der Veranstaltung.