Motorengeräusche, Versteckspiel und die Atmosphäre einer ehemaligen Metzgerei: In Ludwigshafen setzt sich die Ausstellung Autoposer Crackdown Romance mit der Tuning- und Poser-Szene auseinander. Die Installation der Londoner Künstlerin Gabriela Pelczarska ist in den Räumen des früheren Schlachthauses zu sehen und zu hören.

Im Mittelpunkt steht eine Szene, die außerhalb ihrer eigenen Gemeinschaft nur wenig Zustimmung findet. Pelczarska hat sich nach Angaben der Rheinpfalz dennoch mit der Londoner Boy-Race-Szene angefreundet. Sie besuchte illegale Rennen mitten in der Nacht, um hinter die Welt aus dröhnenden Motoren und driftenden Fahrzeugen zu blicken und die Beweggründe der Beteiligten zu verstehen.

Zwischen Tuning-Kultur und ehemaliger Metzgerei

Die Arbeit verbindet damit zwei sehr unterschiedliche Orte und Lebenswelten: die Tuning-Szene Londons und die besonderen Räumlichkeiten des früheren Ludwigshafener Schlachthauses. Ein PVC-Vorhang, der vor Funkenflug und Blutspritzern schützt, gehört zu den sichtbaren Elementen der Installation.

So wird die Poser-Szene nicht nur dargestellt, sondern für Besucherinnen und Besucher auch akustisch und räumlich erlebbar. Autogeräusche und die industrielle Umgebung bilden den Hintergrund für eine Ausstellung, die sich nicht auf die Faszination von Autos und Rennen beschränkt.

Welche Räume gehören zur Stadt?

Die Schau des Kunstvereins stellt eine weitergehende Frage: Wie kontrollieren Städte ihre Räume – und wen drängen sie dadurch an den Rand? Die Installation rückt damit auch den Konflikt zwischen einer umstrittenen Subkultur und den Erwartungen der übrigen Stadtgesellschaft in den Blick.

Konkrete Angaben zu Laufzeit, Öffnungszeiten oder Eintritt nennt die vorliegende Quelle nicht.