In Ludwigshafen gehört Pfälzisch für viele Menschen zum Gefühl von Zuhause. Fast 200 Leserinnen und Leser haben in einer Umfrage ihre liebsten Wörter aus der Mundart genannt. Eine Auswahl zeigt, wie eng Essen, Trinken, Alltag und auch der typische pfälzische Humor mit dem Dialekt verbunden sind.
Dialekt wird nicht nur in Dörfern gesprochen. Auch in der Stadt Ludwigshafen kann es für viele selbstverständlich sein, beim Einkaufen oder im Gespräch nicht Hochdeutsch, sondern die eigene Mundart zu verwenden. Genau dieses vertraute Gefühl von Heimat stand im Mittelpunkt der Leseraktion.
Von „Uffschnitt“ bis „Schoppe“
Zu den genannten pfälzischen Grundbegriffen zählen verschiedene Speisen und Getränke. Wer in Ludwigshafen unterwegs ist, sollte laut der Auswahl Wörter wie „Uffschnitt“, „Brotwoscht“ und „Lewwawoscht“ kennen. Auch „Woi“ und „Schoppe“ werden besonders häufig mit der Pfalz verbunden.
Der „Schoppe“ spielt dabei nicht nur sprachlich eine Rolle. Im Ausgangstext wird augenzwinkernd darauf hingewiesen, dass man sich mit „Woi“ und „Schoppe“ auch „dumm un dabbisch“ trinken könne. Ebenfalls fest zur pfälzischen Esskultur gehört der Saumagen.
Alltagswörter und deutliche Warnungen
Neben Begriffen rund ums Essen und Trinken nannten die Leser auch typische Redewendungen. Dazu gehören „alleweil“, „alla hopp“, „alla gut“ und „alla donn“. Solche Ausdrücke können im Alltag verschiedene Situationen begleiten und gehören für viele zum Klang der Mundart.
Bei anderen Wörtern sollten Außenstehende allerdings genauer hinhören. „Uffbasse“ und „owacht“ sind Warnungen. Auch „dunnerkeidelnochemol“ kann darauf hindeuten, dass die Stimmung angespannter wird. Im ungünstigsten Fall droht laut der Auswahl jemandem „uff die Gosch“.
Häufig bleibt es jedoch bei einer pfälzischen Beschimpfung. Als Beispiele werden „Labbeduddel“, „Hannebambel“, „Hutsimbel“ und „Affezippel“ genannt. Wer als „Hannebambel“ bezeichnet wird, muss demnach nicht zwingend mit einem ernsthaften Streit rechnen. Manchmal habe ein Mensch einfach nur „ferz im Kopp“.
Nicht alle Einsendungen konnten berücksichtigt werden. Die Redaktion stellte aus der großen Zahl der Rückmeldungen eine Auswahl der schönsten oder beliebtesten Wörter zusammen. Eine vergleichbare Leseraktion wurde außerdem für Mannheim veröffentlicht.