Der Rhein zeigt sich bei Ludwigshafen derzeit von einer ungewöhnlichen Seite: Wegen des Niedrigwassers entstehen an den Ufern und Zufahrten Motive, die sonst nicht zu sehen sind. Zahlreiche Leserinnen und Leser haben der Rheinpfalz Fotos geschickt und damit dokumentiert, wie stark sich das vertraute Flussbild verändert.

Besonders deutlich wird das an der Einfahrt zum Luitpoldhafen. Dort sei „kaum noch Wasserspiegel für ein Spiegelbild“ übrig, schreibt der Leser Michael Patzelt aus Limburgerhof zu seiner Aufnahme. Auch im übrigen Ludwigshafener Stadtgebiet ergeben sich ungewöhnliche Perspektiven. Auf der Parkinsel fotografierte Wolfgang Wuttke die Situation unter dem Titel „Entspannung am Niedrigwasser“.

Neue Perspektiven an Rhein und Altrhein

Die Bilder zeigen unter anderem die Konrad-Adenauer-Brücke, die sich im Wasser spiegelt. Christine Neumann aus Ludwigshafen beschreibt ihre Aufnahme mit den Worten „Aufgrund des Niedrigwassers völlig neue (Rh)Einblicke“. Ein weiteres Foto führt an den Otterstadter Altrhein und trägt den Titel „Sommeridyll am Otterstadter Altrhein“.

Auch die Rheinfähre zwischen Altrip und Mannheim ist auf einem Leserfoto zu sehen. Rainer Renneis aus Neuhofen schrieb dazu: „Hier war neulich noch der Fluss, möchte man sagen. Die Fähre fährt noch“. Seine Aufnahme entstand am Abend des 7. August und zeigt neben der Fähre auch das Großkraftwerk Mannheim.

Niedrigwasser belastet die Schifffahrt

Hinter den reizvollen Fotomotiven steht jedoch eine ernste Entwicklung. Das Niedrigwasser macht insbesondere der Schifffahrt und der Wirtschaft zu schaffen. Für die Leserinnen und Leser ist es zugleich ein Anlass, den Rhein mit der Kamera festzuhalten: Alfons Oebbeke schreibt, dass es Fotos gebe, die man nur bei bestimmten Anlässen machen könne – Niedrigwasser sei ein solcher Anlass.

Die veröffentlichte Auswahl umfasst sechs Bilder. Weitere Informationen zu den Folgen des Niedrigwassers verweist die Quelle in ergänzenden Beiträgen.