In Ludwigshafen-Gartenstadt ist nach Halloween ein Nagel in einem Schokoriegel entdeckt worden. Eine 29-jährige Frau hatte die Süßigkeit am Sonntag in der Sammlung ihres Sohnes und weiterer Personen gefunden. Der gefährliche Fremdkörper wurde noch vor dem Verzehr bemerkt. Verletzt wurde niemand.
Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz im Zusammenhang mit dem Halloween-Abend am Samstag, 31. Oktober 2026. Die Frau war zwischen 18 und 20 Uhr gemeinsam mit ihrem Sohn und weiteren Personen im Bereich Roter Hof und Grüner Hof unterwegs gewesen, um Süßigkeiten zu sammeln. Am folgenden Sonntag stellte sie in einem der Schokoriegel den Nagel fest.
Polizei bestätigt Fund in Gartenstadt
Das Polizeipräsidium Rheinpfalz teilte den Fund am Montag, 2. November 2026, mit. Wo genau die betroffene Süßigkeit ausgegeben worden war, ist laut der vorliegenden Meldung bislang nicht bekannt. Bestätigt ist jedoch, dass die Frau mit ihrem Sohn und den weiteren Begleitpersonen sowohl im Bereich Roter Hof als auch im Bereich Grüner Hof unterwegs war.
Bereits vor der offiziellen Polizeimeldung hatte es einen Hinweis auf manipulierte Halloween-Süßigkeiten in Gartenstadt gegeben. Eine Leserin hatte von einem möglichen Vorfall im Bereich Grüner Hof berichtet. Mit der Mitteilung des Polizeipräsidiums liegt nun die Bestätigung vor, dass in einem in Ludwigshafen gesammelten Schokoriegel tatsächlich ein Nagel gefunden wurde.
Weiterer Fall in Schönau
Auch in Schönau im Rhein-Neckar-Kreis wurden manipulierte Süßigkeiten entdeckt. Eine 39-jährige Mutter bemerkte am Sonntagabend, 1. November 2026, dass mehrere Süßigkeiten, die ihre drei Kinder an Halloween gesammelt hatten, Auffälligkeiten aufwiesen.
In zwei Kaubonbons befanden sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Mannheim kleine Fremdkörper. Ein weiterer Kaustreifen zeigte eine auffällige Farbveränderung. Nach Einschätzung der Polizei deutete diese offensichtlich auf eine Manipulation mit einer dunklen Substanz hin. Die Mutter brachte die betroffenen Süßigkeiten zum Polizeirevier Neckargemünd. Die Veränderungen wurden rechtzeitig entdeckt, verletzt wurde niemand.
Die Kinder hatten ihre Süßigkeiten in Schönau in den Bereichen Torweg, Ringmauerweg und Marktplatz gesammelt. An welchem Haus die auffälligen Süßigkeiten ausgegeben worden waren, konnte die Polizei bislang nicht feststellen. Der Polizeiposten Schönau nahm Ermittlungen wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung auf. Weitere entsprechende Vorfälle in Schönau waren zum Zeitpunkt der Polizeimeldung nicht bekannt.
Was Eltern jetzt beachten sollten
Angesichts der bekannt gewordenen Fälle warnt die Polizei Eltern davor, gesammelte Halloween-Süßigkeiten ungeprüft essen zu lassen. Aus dem gesamten Bundesgebiet werden derzeit weitere Fälle präparierter Süßigkeiten gemeldet. Ob zwischen den einzelnen Vorfällen ein Zusammenhang besteht, ist bislang unklar.
Vor dem Verzehr sollten Familien insbesondere auf folgende Auffälligkeiten achten:
- beschädigte oder bereits geöffnete Verpackungen,
- Einstichstellen oder ungewöhnliche Veränderungen an Süßigkeiten,
- sichtbare Fremdkörper wie Nägel, Nadeln oder andere Gegenstände,
- auffällige Verfärbungen oder unbekannte Substanzen.
Verdächtige Süßigkeiten sollten keinesfalls verzehrt werden. Wer einen auffälligen Gegenstand oder eine mögliche Manipulation entdeckt, sollte sich umgehend an die zuständige Polizeidienststelle wenden.
Familien, die an Halloween im Bereich Roter Hof oder Grüner Hof in Gartenstadt unterwegs waren, sollten ihre gesammelten Süßigkeiten besonders sorgfältig überprüfen. Hinweise können unabhängig davon direkt der Polizei gemeldet werden. MRN-News bittet zusätzlich um Hinweise aus Ludwigshafen, Schönau und der Metropolregion Rhein-Neckar unter [email protected]. Nach Angaben des Ausgangsberichts soll über weitere Erkenntnisse zu den Fällen in Ludwigshafen, Schönau und der Region berichtet werden.