Die Miró-Wand am Wilhelm-Hack-Museum prägt seit der Eröffnung des Gebäudes im Jahr 1979 die Ludwigshafener Innenstadt. Das monumentale Kunstwerk ist 10 Meter hoch, 55 Meter breit und setzt sich aus 7.200 Keramikfliesen zusammen.
Warum ein Hund Spuren auf der Miró-Wand hinterließ
Hergestellt wurden die Fliesen nicht in Deutschland, sondern im spanischen Dorf Gallifa bei Barcelona. Dort arbeiteten der katalanische Künstler Joan Miró und der Keramiker Joan Gardy Artigas an dem 1979 vollendeten Projekt.
Während der Arbeiten lief nach Angaben von LUDWIGSHAFEN24 ein Hund über die Fliesen. Wer genau hinschaut, kann dessen Pfotenabdrücke dem Bericht zufolge noch heute sehen.
Ein Baufehler schuf die Fläche für das Kunstwerk
Der Anlass für die Fassadengestaltung entstand bereits 1977: Wegen eines Konstruktionsfehlers musste das Museumsgebäude um vier Meter erhöht werden. Für die dadurch entstandene große Außenfläche wurde Joan Miró angefragt. Der damals 84-jährige Künstler sagte zu.
Auch der Zoll hätte das Projekt beinahe verteuert
Beim Transport der 7.200 Fliesen von Spanien nach Deutschland sollten sie zunächst als „Sanitärverkleidung“ eingestuft und mit einem hohen Zoll belegt werden. Die Zollbeamten ließen sich laut Bericht schließlich davon überzeugen, dass es sich um Kunst handelte.
Das Wilhelm-Hack-Museum wurde nach dem Koblenzer Kunstsammler Wilhelm Hack benannt. Seine Sammlung von fast 10.000 Werken bildete den Grundstock des Museums.