Nach einer schweren Messerattacke im Ludwigshafener Friedenspark sitzt ein 25-jähriger Mann aus Ludwigshafen in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Frankenthal und die Kriminalpolizei hatten ihn im Zuge der Ermittlungen als Tatverdächtigen identifiziert und festnehmen lassen.
Bei dem Angriff am Freitagmorgen, 7. August, wurde ein 29-Jähriger von einer Personengruppe angegriffen und schwer verletzt. Der Vorfall steht nach Angaben der Ermittler im Zusammenhang mit der Drogenszene. Wie es zu der Auseinandersetzung kam und welche Rolle die einzelnen Mitglieder der Personengruppe spielten, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Wohnung des Tatverdächtigen durchsucht
Noch am Freitagmittag durchsuchten Einsatzkräfte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft die Wohnung des 25-Jährigen. Dabei fanden sie kleinere Mengen verschiedener Betäubungsmittel, eine geladene Schreckschusspistole und knapp 1.700 Euro Bargeld.
Außerdem stießen die Beamten auf Utensilien, die nach Angaben der Ermittler auf Drogenhandel hindeuten. Die Funde flossen in die weiteren Ermittlungen ein. Der Mann wurde zunächst vorläufig festgenommen.
Haftbefehl wegen zweier schwerer Vorwürfe
Am Samstag, 8. August, wurde der Beschuldigte dem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags sowie des unerlaubten bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln.
Nach der Vorführung wurde der Beschuldigte in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Damit bleibt er während des laufenden Ermittlungsverfahrens in Haft. Eine Verurteilung ist mit dem Erlass eines Haftbefehls nicht verbunden; über die strafrechtliche Verantwortung entscheidet erst das weitere Verfahren.
Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei dauern an. Weitere Einzelheiten zum Angriff, zum Verletzten und zu möglichen weiteren Beteiligten wurden in dem vorliegenden Bericht nicht mitgeteilt.