Ein Feuerwehrmann aus dem Raum Ludwigshafen nimmt am Sonntag eine außergewöhnliche sportliche Herausforderung in Angriff: Lars Kegler startet beim Baden-Halbmarathon in Karlsruhe und will einen neuen Guinness-Weltrekord aufstellen. Die 21,1 Kilometer läuft der 44-Jährige mit Schutzmaske, Atemluftflasche und kompletter Feuerwehr-Schutzkleidung.

Zur Ausrüstung gehören Helm, Einsatzkombi und Stiefel. Der aktuelle Weltrekord eines Kollegen aus der Schweiz liegt bei 3:10 Stunden. Kegler, der bei der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen arbeitet, hält bei optimalen Bedingungen eine Zeit von weniger als drei Stunden für möglich. Entscheidend könnte dabei auch die Temperatur am Veranstaltungstag sein.

Deutlich härter als der Rekord in Kandel

Bereits im März hatte Kegler beim Bienwald-Halbmarathon in Kandel einen Weltrekord aufgestellt. Damals lief er mit Maske und Atemluftflasche auf dem Rücken, trug jedoch Sportkleidung. Für die Strecke benötigte er 1:35:26 Stunden. Diese Zeit sei kein Maßstab für den Lauf in Karlsruhe, weil der Halbmarathon in vollständiger Feuerwehrmontur deutlich anspruchsvoller ist.

Der Extremsportler bereitete sich nach eigenen Angaben akribisch auf den Versuch vor. Die hohen Temperaturen im Sommer erschwerten den Trainingsbeginn, weil Übungen mit dem Gerät zunächst nicht möglich waren. Inzwischen könne er seine Einheiten wieder wie geplant absolvieren und gehe mit einem guten Gefühl an den Start.

Unterstützung und Spendenzweck

Der Triathlet Tobias Rop aus Dudenhofen begleitet Kegler nach Karlsruhe, um den Lauf mit der Kamera zu dokumentieren. Beschäftigte der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen unterstützen ihn außerdem mit einem Lastenfahrrad beim Transport und Wechsel der Atemluftflaschen.

Kegler widmet den Rekordversuch der ME-Hilfe. Für den bundesweit tätigen Verein sammelte er in den vergangenen Wochen Spenden. Die Organisation setzt sich für Menschen mit ME/CFS, Long Covid, Post-Covid und dem Post-Vac-Syndrom sowie für deren Angehörige ein.