In Ludwigshafen warten Radfahrer nach Darstellung des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) weiterhin auf schnelle und durchgängige Radrouten. Der VCD Ludwigshafen-Vorderpfalz wirft der Politik in Stadt und Land vor, frühere Zusagen zur Verbesserung der Mobilität nicht einzuhalten.

Ein Beispiel für die offene Verkehrsplanung ist die Bürgermeister-Grünzweig-Straße. Sie liegt kurz vor der Stelle, an der sie in einigen Jahren in die Helmut-Kohl-Allee einmünden soll. Welche konkreten Änderungen sich dort für den Radverkehr ergeben, geht aus dem vorliegenden Bericht nicht hervor.

VCD kritisiert Abstand zwischen Ankündigung und Umsetzung

Nach Angaben des VCD besteht eine deutliche Lücke zwischen politischen Ankündigungen und der tatsächlichen Umsetzung. Der Verband spricht von einer Diskrepanz zwischen dem, was den Bürgerinnen und Bürgern versprochen worden sei, und den bislang sichtbaren Fortschritten bei der Mobilität.

Besonders kritisch bewertet der Verkehrsclub eine Zusage von vor fünf Jahren: Den Menschen sei damals versprochen worden, dass bis 2026 zumindest mit der Herstellung von Radrouten begonnen sein sollte. Nach Einschätzung des VCD warten Radfahrer jedoch weiterhin vergeblich auf schnelle Verbindungen.

Was jetzt offen ist

Der Bericht nennt keine konkreten Baumaßnahmen, keinen verbindlichen Zeitplan und keine einzelne Route, deren Beginn unmittelbar bevorsteht. Damit bleibt offen, wann in Ludwigshafen tatsächlich mit dem Bau der versprochenen Radrouten begonnen wird und welche Strecken zuerst betroffen sein sollen.