In Ludwigshafen-Süd hat der Kommunale Vollzugsdienst (KVD) in der Nacht zum Mittwoch eine Gaststätte geschlossen. Nach Angaben der Stadtverwaltung waren dafür nicht nur hygienische Mängel ausschlaggebend. Die Behörde begründete den Schritt auch mit der anhaltenden Unzuverlässigkeit des 22-jährigen Betreibers.

Der Einsatz begann gegen 21.45 Uhr. Weil es bereits zuvor mehrere Einsätze gegeben hatte, hatte der KVD die Polizei um Unterstützung gebeten. Die Einsatzkräfte betraten das Lokal gemeinsam. Nach Darstellung der Stadtverwaltung verhielt sich der Verantwortliche vor Ort sprunghaft und schien unter dem Einfluss von Rauschmitteln zu stehen.

Betreiber bestätigte Drogenkonsum

Auf Nachfrage bestätigte der Mann den Angaben zufolge, Drogen genommen zu haben. Die Stadt erklärte, er sei damit – wie bereits bei mehreren Kontrollen in den vergangenen Wochen – nicht in der Lage gewesen, seinen Pflichten als Gaststättenbetreiber nachzukommen.

Hygiene bereits zuvor beanstandet

Zusätzlich stellten die Einsatzkräfte laut Stadtverwaltung erneut unhygienische Zustände fest. Betroffen waren unter anderem die Toilettenräume und die Küche. Diese Mängel seien bereits bei früheren Kontrollen beanstandet worden.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen schloss der KVD das Lokal und versiegelte sämtliche Ein- und Ausgänge. Für den Betreiber könnten weitere rechtliche Folgen entstehen: Die Stadt will den Widerruf der Gaststättenerlaubnis wegen persönlicher Unzuverlässigkeit einleiten. Außerdem kann gegen den Mann eine Gewerbeuntersagung für gastronomische Tätigkeiten erlassen werden.