Eine Gaststätte im Ludwigshafener Stadtteil Süd ist in der Nacht zum 29. September 2026 sofort geschlossen worden. Anlass waren erneut festgestellte Hygienemängel sowie das auffällige Verhalten des 22-jährigen Betreibers. Der Kommunale Vollzugsdienst (KVD) der Stadt war gemeinsam mit der Polizei gegen 21.45 Uhr in dem Lokal im Einsatz.

Polizei wegen früherer Einsätze vor Ort

Nach Angaben von Ludwigshafen24 war die Polizei hinzugezogen worden, weil es bei früheren Einsätzen bereits Erfahrungen mit dem Lokal gegeben hatte. Die Einsatzkräfte betraten die Gaststätte gemeinsam. Im Gespräch zeigte sich der Besitzer demnach auffällig und sehr sprunghaft. Auf Nachfrage erklärte er, Drogen genommen zu haben.

Der KVD kam nach dem Bericht zu dem Ergebnis, dass der Betreiber erneut nicht in der Lage gewesen sei, seinen Pflichten als Gaststättenbetreiber nachzukommen. Die Behörden stellten außerdem in den Toilettenräumen und in der Küche unhygienische Zustände fest. Auf diese Mängel sei bereits bei früheren Besuchen hingewiesen worden.

Eingänge versiegelt – weitere Schritte angekündigt

Wegen der festgestellten Missstände beschloss der Kommunale Vollzugsdienst, das Lokal unmittelbar zu schließen. Nachdem die Polizei ihre eigenen Maßnahmen beendet hatte, wurden die Ein- und Ausgänge versiegelt. Damit durfte der Betrieb zunächst nicht weitergeführt werden.

Die Stadtverwaltung will nach Angaben des Berichts außerdem den Widerruf der Gaststättenerlaubnis für den 22-Jährigen einleiten. Als Grund wird persönliche Unzuverlässigkeit genannt. Darüber hinaus besteht demnach die Möglichkeit, eine Gewerbeuntersagung für gastronomische Tätigkeiten zu erlassen. Ob diese weiteren Schritte tatsächlich umgesetzt werden, war in dem Bericht noch nicht abschließend mitgeteilt.

Stand: 30. September 2026, 16.13 Uhr.