Ludwigshafen hat mehr zu bieten als Beton und Industrie-Image: Bei der Stadtführung „Perlen am Rhein“ führt der Architekt Helmut van der Buchholz zu 17 schönen Ecken der Stadt. Zu sehen sind dabei bekannte Kunstwerke, grüne Rückzugsorte und überraschende Details aus der Stadtgeschichte.
Van der Buchholz ist in Ludwigshafen vor allem für seine „Ugliest City Tours“ bekannt. Achtmal im Jahr zeigt er dabei die aus seiner Sicht hässlichsten Orte der Stadt. Die Tour „Perlen am Rhein“ setzt bewusst einen anderen Schwerpunkt: Sie richtet den Blick auf Plätze und Gebäude, die im Alltag leicht übersehen werden.
Berliner Mauer, Kunst und grüne Orte
Eine Station liegt im Friedenspark nahe der Innenstadt. Dort steht ein Stück der Berliner Mauer. Auf dem Mauerteil war ursprünglich die Aufschrift „Get Human“ zu sehen. Damit verbindet die Grünanlage ein historisches Objekt mit einem ruhigen Ort im Stadtgebiet.
Am Berliner Platz gehören das bewegte Kunstwerk „Conversation II“ und eine Platanenallee zu den Stationen. Das Kunstwerk kann unterschiedliche Formen annehmen und bildet manchmal die Buchstaben „LU“. Die Platanenallee wird als grüne Lunge der Innenstadt beschrieben. Inzwischen stehen dort auch Bänke.
Weitere Ziele liegen im Hemshof und rund um das Wilhelm-Hack-Museum. Am Europaplatz zeigt die Führung das neoklassizistische Stadthaus Nord, das Teil der Stadtverwaltung ist. Am Wilhelm-Hack-Museum steht die Miró-Wand des katalanischen Künstlers Joan Miró. Sie kam 1979 nach Ludwigshafen und gilt als prägendes Kunstwerk der Stadt.
Innenhöfe, Kultur und ein Café am Ludwigsplatz
Auch der Innenhof des Wilhelm-Hack-Museums gehört zur Tour. Dort ist durch engagierte Bürger ein Urban-Gardening-Projekt entstanden. Vor dem Kulturzentrum „Das Haus“ in der Innenstadt verweist die Führung außerdem auf eine Bodenmalerei, die den Platz aufwertet.
Ein weiteres Ziel ist ein Café am Ludwigsplatz, das dort seit den 1950er-Jahren besteht. Der Ort gilt als heimliches Wahrzeichen Ludwigshafens. Früher führte der Weg von dort zum alten Bahnhof.
Die Auswahl ist nur ein Teil der 17 Stationen. Im kommenden Sommer will Helmut van der Buchholz für seine Stadtführung andere schöne Orte auswählen. Für das laufende Jahr ist Ende Oktober die letzte „Ugliest City Tour“ vorgesehen.