Das neue Rad- und Fußverkehrskonzept der Stadt Ludwigshafen liegt vor. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) LU-Vorderpfalz begrüßt den Plan grundsätzlich, verbindet seine Zustimmung aber mit einer klaren Forderung: Die vorgeschlagenen Maßnahmen müssen nun auch umgesetzt und ausreichend finanziert werden.
Nach Einschätzung des VCD schafft das Konzept eine wichtige Grundlage für eine sichere und zukunftsfähige Mobilität in Ludwigshafen. Es enthält nach Angaben des Verkehrsclubs sinnvolle Maßnahmen und legt klare Qualitätsstandards für den Fußverkehr fest. Außerdem wurde das Radnetz aktualisiert.
Bürgerbeteiligung ist eingeflossen
In den Plan sind laut VCD auch zahlreiche Anregungen aus der Bürgerbeteiligung aufgenommen worden. Damit soll das Konzept nicht nur die Infrastruktur für Radfahrende und zu Fuß Gehende weiterentwickeln, sondern auch bereits geäußerte Anliegen aus der Stadtgesellschaft berücksichtigen.
Als nächsten entscheidenden Schritt nennt der Verkehrsclub die Umsetzung vor Ort. Dafür brauche es eine ausreichende Finanzierung. Vorgeschlagen ist eine Pauschale von fünf Euro pro Einwohner und Jahr. Das entspreche etwa einer Million Euro und wäre aus Sicht des VCD ein Fortschritt, insbesondere für kleinere und niedrigschwellige Maßnahmen.
VCD sieht weiter großen Nachholbedarf
Für grundlegende Verbesserungen reiche dieser Betrag nach Einschätzung des Verkehrsclubs jedoch nicht aus. Als Begründung nennt der VCD den bestehenden Nachholbedarf in Ludwigshafen. Zusätzlich verweist der Verband auf den Nationalen Radverkehrsplan: Dieser nennt 30 Euro pro Einwohner und Jahr allein für den Radverkehr als Orientierung.
Im Mittelpunkt der Debatte steht damit die Frage, wie schnell und mit welchen Mitteln das städtische Konzept umgesetzt wird. Der VCD LU-Vorderpfalz unterstützt die strategische Richtung, erwartet nun aber konkrete Verbesserungen für den Rad- und Fußverkehr in Ludwigshafen.