Ein umgestürzter IBC-Behälter hat am Montag, 5. Oktober, in einer Speditionshalle im Gewerbegebiet Nachtweide einen Großeinsatz ausgelöst. Der gesamte Inhalt des Behälters trat aus und breitete sich nach Angaben der Feuerwehr im Bereich der Lagerhalle aus. Die Einsatzkräfte waren rund 14 Stunden mit der Sicherung, Aufnahme und Reinigung des Gefahrstoffs beschäftigt.
Halle vollständig geräumt
Weil sich in der Halle zahlreiche weitere IBC-Behälter befanden, räumte die Feuerwehr das Gebäude zunächst vollständig. Anschließend sicherten die Einsatzkräfte den betroffenen Bereich, bevor der beschädigte Behälter geborgen werden konnte. Die Schutzmaßnahmen und die aufwendige Dekontamination verlängerten den Einsatz erheblich.
Zum Aufnehmen der Flüssigkeit kam ein spezielles Bindemittel zum Einsatz, das der Chemiekonzern BASF bereitstellte. Danach saugte eine Reinigungsfirma den Gefahrstoff mit einem Spezialfahrzeug ab. Wegen der Eigenschaften des ausgetretenen Stoffes arbeiteten die Einsatzkräfte in Chemikalienschutzanzügen.
Keine Gefahr für Bevölkerung und Umwelt
Messungen innerhalb des Betriebs und in der Umgebung ergaben nach Angaben der Feuerwehr keine erhöhten Werte. Eine Gefahr für die Bevölkerung oder die Umwelt habe zu keinem Zeitpunkt bestanden. Verletzt wurde niemand.
45 Feuerwehrleute mit 15 Fahrzeugen beteiligt
An dem Einsatz waren unter anderem die Berufsfeuerwehr Ludwigshafen mit 15 Fahrzeugen und 45 Einsatzkräften sowie freiwillige Feuerwehren aus Ludwigshafen-Oppau und Frankenthal beteiligt. Auch die BASF-Werkfeuerwehr unterstützte die Arbeiten.
Parallel dazu rückten freiwillige Feuerwehren in Maudach und Ruchheim zu mehreren ausgelösten Brandmeldeanlagen und Rauchwarnmeldern in Wohnungen aus. Nach Angaben der Quelle standen diese Einsätze nicht mit dem Gefahrstoffaustritt in der Nachtweide in Verbindung.