In Ludwigshafen ist ein 20 Jahre alter Mann festgenommen worden, der im Verdacht steht, als Telefonbetrüger gemeinsam mit mehreren Komplizen hohe Geldbeträge erbeutet zu haben. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz wurde der Verdächtige am Dienstag nach einer weiteren Tat vorläufig festgenommen.
Die Ermittler der Kriminalpolizei gehen davon aus, dass der Mann zusammen mit drei weiteren Beteiligten seit Ende Juni in mehreren Fällen aktiv war. Betroffen waren Menschen in der Vorderpfalz und in Baden-Württemberg. Durch geschickte Gesprächsführung sollen die Tatverdächtigen ihre Opfer dazu gebracht haben, ihnen Bankkarten und die dazugehörigen PINs zu übergeben.
Rund 10.000 Euro bei aktueller Tat erbeutet
Nach Angaben der Polizei wurde der 20-Jährige festgenommen, als er gemeinsam mit einem 18-Jährigen gerade rund 10.000 Euro erbeutet hatte. Anschließend sollen von den Konten der Geschädigten hohe Summen abgebucht worden sein. Den Gesamtschaden der bislang bekannten Taten schätzt die Polizei auf etwa 30.000 Euro.
Im Zuge der Ermittlungen durchsuchten die Beamten die Wohnung des Festgenommenen sowie die Wohnungen seiner mutmaßlichen Mittäter. Dabei wurden laut Polizei „umfangreiche verfahrensrelevante Beweismittel“ sichergestellt.
Untersuchungshaft angeordnet
Ein Haftrichter erließ am Mittwoch gegen den 20-Jährigen einen Untersuchungshaftbefehl. Grundlage ist der dringende Tatverdacht des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs. Der Beschuldigte wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Die Staatsanwaltschaft Frankenthal und die Kriminalpolizei Ludwigshafen haben außerdem zwei weitere Tatverdächtige identifiziert. Beide sind 18 Jahre alt und sollen zu den mutmaßlichen Komplizen des festgenommenen Mannes gehören. Die Ermittlungen zu den bekannten Fällen und zur Rolle der Beteiligten dauern damit an.