Am Spielplatz am Lichtenberger Ufer und am Berliner Platz soll es künftig heller und damit sicherer werden. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe von Stadtverwaltung und Polizei hat nach Untersuchungen vor Ort mehrere Maßnahmen beschlossen, um polizeiliche Kontrollen zu erleichtern und das Sicherheitsempfinden der Menschen in Ludwigshafen zu stärken.

Betroffen sind der Spielplatz am Lichtenberger Ufer, das nahe Umfeld der dortigen Kita mit Teilen der Rheinschanzenpromenade sowie der Berliner Platz. Die Stadt begründet die Veränderungen mit Vorfällen in der Vergangenheit und dem Ziel, öffentliche Räume auch in den Abend- und Nachtstunden besser nutzbar zu machen.

Vier neue LED-Masten am Spielplatz

Am Spielplatz am Lichtenberger Ufer werden insgesamt vier neue Masten mit LED-Scheinwerfern entlang der Anlage aufgestellt. Die Arbeiten haben laut Stadt bereits begonnen und sollen voraussichtlich Mitte Oktober abgeschlossen sein. Die neue Beleuchtung soll den Platz gleichmäßiger ausleuchten und Einsatzkräften eine bessere Sicht ermöglichen.

Zusätzlich werden die Hecken entfernt, die das Gelände umgrenzen. Dadurch sollen die Sichtachsen und die Übersichtlichkeit verbessert werden. Bereits abgebaut wurden außerdem Sitzbänke. Die Stadt erklärt diesen Schritt mit dem Ziel, Treffpunkte für Drogenkonsum zu verhindern. Zugleich bedauert die Verwaltung den Abbau und stellt in Aussicht, die Bänke mittelfristig wieder aufzustellen.

Beleuchtung am Berliner Platz bereits verstärkt

Am Berliner Platz wurde die Beleuchtung ebenfalls intensiviert. Dunklere Bereiche sollen dadurch besser sichtbar und sicherer werden. Die Arbeiten am Berliner Platz, rund um die Kita und an der Rheinschanzenpromenade sind nach Angaben der Stadt bereits beendet.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Klaus Blettner erklärte: „Kinder sollen am Spielplatz am Lichtenberger Ufer unbeschwert und in einem geordneten Umfeld spielen können. Bürgerinnen und Bürger sollen sich gerade auch in den Abend- und Nachtstunden am Berliner Platz sicher fühlen.“ Die Stadt wolle Regelverstöße nicht hinnehmen und ein sicheres Umfeld schaffen.

Polizeidirektorin Jacqueline Schröder verwies auf den möglichen Nutzen der Maßnahmen: „Gute Beleuchtung und freie Sichtachsen sind ein wichtiger Schritt: Durch eine gut ausgeleuchtete Umgebung erhöht sich das Entdeckungsrisiko und schreckt potenzielle Täter ab.“ Einsatzkräfte könnten Auffälligkeiten früher erkennen und schneller sowie gezielter eingreifen.

Kamera-Pilotprojekt am Berliner Platz geplant

Mit der Beleuchtung sollen die Sicherheitsmaßnahmen nicht enden. Die Stadt will am Berliner Platz außerdem eine KI-gestützte Kameraüberwachung als Pilotprojekt einsetzen. Nach Angaben von Blettner steht die Verwaltung dazu mit dem Land im Austausch. Der Start wird für das kommende Jahr erwartet, sofern bis dahin die notwendige Rechtsgrundlage geschaffen ist.

Die Stadt betont, dass unterschiedliche Verwaltungsbereiche weiterhin eng mit der Polizei zusammenarbeiten sollen. Ziel sei es, konkrete Verbesserungen umzusetzen und zu verhindern, dass öffentliche Plätze zu Angsträumen werden.