Wer in Ludwigshafen während der Fahrt kurz aufs Smartphone schaut, muss in der Woche vom 5. bis 11. Oktober 2026 besonders mit Kontrollen rechnen. Das Polizeipräsidium Rheinpfalz beteiligt sich an der europaweiten ROADPOL-Kontrollwoche „Focus on the road“ und legt dabei einen Schwerpunkt auf Ablenkungsverstöße im Straßenverkehr.

Die Aktion richtet sich nicht nur an Autofahrer. Nach Angaben der Polizei gefährdet Ablenkung alle Verkehrsteilnehmenden. Im Mittelpunkt steht deshalb die Frage, wie Aufmerksamkeit und Sicherheit im Straßenverkehr verbessert werden können.

209 Unfälle durch Ablenkung im Jahr 2025

Der Hintergrund der Kontrollwoche ist eine deutliche Zunahme bei den registrierten Ablenkungsunfällen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Rheinpfalz. Laut Verkehrsunfallstatistik ereigneten sich dort im Jahr 2025 insgesamt 209 Verkehrsunfälle, die auf Ablenkung der Fahrzeugführenden zurückgeführt wurden. Im Jahr zuvor waren es 177 Fälle. Das entspricht einem Anstieg von rund 18 Prozent.

Wie schnell ein kurzer Blick auf das Handy Folgen haben kann, verdeutlicht die Polizei mit einem Beispiel aus dem Stadtverkehr: Wer bei Tempo 50 nur eine Sekunde auf das Smartphone schaut, legt in dieser Zeit 14 Meter im „Blindflug“ zurück. In dieser Distanz können sich Verkehrssituationen verändern, ohne dass der Fahrer sie wahrnimmt.

Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden

Die Polizei fordert Verkehrsteilnehmende deshalb auf, das Handy während der Fahrt nicht zu benutzen und die Aufmerksamkeit vollständig auf das Verkehrsgeschehen zu richten. Die Schwerpunktkontrollen sollen das Thema Ablenkung stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken und die damit verbundenen Gefahren verdeutlichen.

Verkehrskontrollen gehören nach Angaben des Polizeipräsidiums zu den zentralen Aufgaben der Polizei. Sie finden nicht nur während der ROADPOL-Woche statt, sondern ganzjährig und dienen der Sicherheit im Straßenverkehr.

Koordination durch ROADPOL

Koordiniert wird die Kontrollwoche vom europaweiten Polizeinetzwerk ROADPOL. Ziel des Netzwerks ist es, die Zahl der Verkehrsunfallopfer deutlich zu senken. Dafür steht der Ansatz „Vision Zero“.

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz hat seinen Sitz in Ludwigshafen am Rhein und ist für die Sicherheit von mehr als 900.000 Menschen zuständig. Zum Dienstbezirk gehören auf rund 2.400 Quadratkilometern die Vorder- und Südpfalz mit den Landkreisen Bad Dürkheim, Germersheim, Rhein-Pfalz-Kreis und Südliche Weinstraße sowie die kreisfreien Städte Frankenthal, Landau, Ludwigshafen, Neustadt an der Weinstraße und Speyer. Bei der Behörde arbeiten rund 2.200 Menschen.

Weitere Informationen zur europaweiten Kontrollwoche stellt ROADPOL unter www.roadpol.eu bereit.