Fünf Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren entscheiden beim 22. Festival des deutschen Films in Ludwigshafen mit, welcher Kinderfilm den „Goldenen Nils“ erhält. Die Preisverleihung findet am Sonntag, 6. September, um 13 Uhr vor der Aufführung von „Checker Tobi – Die heimliche Herrscherin der Erde“ statt. Veranstaltungsort ist die Parkinsel.
Das Kinderprogramm gehört traditionell zum Festival. In diesem Jahr stehen fünf Kinderfilme im Wettbewerb, außerdem ist ein Beitrag aus dem Gastland Niederlande zu sehen: „Tommy Tom und der verschwundene Teddybär“. Zusammengestellt wurde das Programm vom Kölner Kritiker und Kurator Rolf-Rüdiger Hamacher. Er wird während des Festivals in Ludwigshafen vor und nach den Vorstellungen mit den Kindern sprechen.
Gemeinsam ins Kino und anschließend diskutieren
Die fünf Jungen und Mädchen treffen sich an den nächsten beiden Wochenenden wiederholt auf der Parkinsel. Sie sehen die Filme gemeinsam im Kino und tauschen sich anschließend über das Gesehene aus. Gelegentlich können sie auch mit Regisseurinnen und Regisseuren oder anderen Beteiligten sprechen und ihre Fragen stellen.
Für die Jury konnten sich Kinder im Frühjahr bei der RHEINPFALZ bewerben. Anschließend wurden sie für die Aufgabe ausgewählt. Ihre Entscheidung zählt bei einem Preis, der eine lange Vorgeschichte hat: Die RHEINPFALZ und das Festival des deutschen Films vergeben den „Goldenen Nils“ bereits seit vielen Jahren. Zur Preisverleihung kommt traditionell auch das Zeitungsmaskottchen Nils Nager persönlich.
Fünf Filme konkurrieren um den Kinderfilmpreis
Zu den Wettbewerbsfilmen gehört der dritte „Checker Tobi“-Film von Antonia Simm. Für die Produktion reiste Tobias Krell nach Madagaskar, Spitzbergen und Mexiko. Ebenfalls im Rennen ist „Aisha und das verlorene Buch“ von Shadi Adib. Die Handlung spielt vor 900 Jahren in einem spanischen Dorf: Der Vater der 13-jährigen Aisha kommt ins Gefängnis, nachdem er ein Buch aus der Bibliothek gestohlen hat. Der Animationsfilm ist einer von zwei Animationsbeiträgen im Wettbewerb.
Der zweite Animationsfilm heißt „Marys magische Reise“. Regisseur Enzo D’Alò erzählt darin von vier Generationen irischer Frauen und von Gegenwart und Vergangenheit, Streit und Versöhnung.
Mit „Koschka“ ist außerdem eine Familiengeschichte von Bernd Sahling dabei. Der Film handelt vom achtjährigen Jan, dem kurz vor den Sommerferien eine Katze zuläuft. Gemeinsam mit seinem Freund Sami nennt er sie Koschka. Das Tier sorgt für Turbulenzen in der Familie; zusätzlich tritt eine Allergie auf.
Der fünfte Wettbewerbsfilm, „Das Geheimnis der gestohlenen Maske“ von Nancy Mac Granaky-Quaye, erzählt von einer wertvollen Maske, die aus dem Ethnologischen Museum verschwindet. Kito aus Tansania besucht erstmals seine Enkelin Johanna in Deutschland. Er vermutet, dass die Maske in der Kolonialzeit aus seinem Heimatdorf gestohlen wurde. Gemeinsam suchen sie nach ihr.
Wer den „Goldenen Nils“ erhält, wird am 6. September auf der Parkinsel bekanntgegeben.