Ludwigshafen kommt in einer Auswertung zur Wahrnehmung deutscher Städte durch Künstliche Intelligenz auf 28 von 100 Punkten. Während Heidelberg, Dresden und Freiburg bei der KI besonders gut abschneiden sollen, landet Ludwigshafen laut der Darstellung der Rheinpfalz fast am Ende des Vergleichs.

Das Ergebnis ist nicht nur eine Rangliste, sondern vor allem ein Anlass, auf das Bild der Stadt in automatisch erzeugten Texten und Bewertungen zu schauen. Die Auswertung wird im Zusammenhang mit dem Festival des Deutschen Films erwähnt. Das Festival wertet die Künstliche Intelligenz demnach zugleich als einen Lichtblick für Ludwigshafen.

Heidelberg, Dresden und Freiburg liegen vorn

Die genannten Städte stehen in der KI-Bewertung für Orte, von denen die Maschine besonders schwärmt. Ludwigshafen erhält dagegen eine deutlich schlechtere Einordnung. Eine Erklärung dafür, nach welchen Kriterien die Künstliche Intelligenz die Städte bewertet hat, nennt die vorliegende Darstellung nicht.

Damit bleibt offen, ob die Bewertung auf touristischen Beschreibungen, häufig verwendeten Internettexten oder anderen Daten beruht. Ebenso lässt sich aus dem Ergebnis nicht ableiten, wie Ludwigshafen von seinen Einwohnerinnen und Einwohnern oder von tatsächlichen Besucherinnen und Besuchern erlebt wird.

Was sagt eine Maschine über eine Stadt?

Die Rheinpfalz stellt die Aussagekraft des Ergebnisses grundsätzlich infrage. Der Text macht deutlich, dass eine Maschine weder selbst verreist noch einen Ort körperlich erlebt. Sie kann demnach weder mit einem Koffer anreisen noch am Frühstücksbuffet sitzen oder beurteilen, wie sich ein Hotelaufenthalt anfühlt.

Gerade darin liegt die Pointe der Auswertung: Die niedrige Punktzahl beschreibt möglicherweise stärker die Grenzen der Künstlichen Intelligenz als die Stadt selbst. Das Ergebnis liefert damit zwar ein auffälliges Bild von Ludwigshafen, aber keine unabhängige Bewertung der Lebensqualität oder des touristischen Angebots.

Für Ludwigshafen bleibt die KI-Auswertung deshalb vor allem ein kurioser Blick von außen. Die Stadt landet in der digitalen Schwärmerei weit hinten; zugleich wird die Debatte darüber, wie solche Systeme Städte beschreiben, selbst zum Thema des Festivals des Deutschen Films.