Ein Polizeieinsatz in Ludwigshafen-Gartenstadt ist am Samstagabend, 10. Oktober 2026, mit dem Tod eines Hundes zu Ende gegangen. Ein Polizeibeamter schoss während des Einsatzes auf den Chihuahua eines 36-jährigen Mannes. Das Tier wurde verletzt zu einem Tierarzt gebracht, erlag dort jedoch seinen Verletzungen.

Auslöser des Einsatzes war nach bisherigen Angaben der Verdacht, dass der stark alkoholisierte Mann zuvor eine andere Person mit einer Schusswaffe bedroht hatte. Einsatzkräfte fahndeten am Samstagabend nach dem 36-Jährigen und fanden ihn schließlich auf einem unbeleuchteten Parkplatz im Stadtteil Gartenstadt.

Hund bewegte sich auf Einsatzkräfte zu

Als die Polizisten den Tatverdächtigen ansprachen, reagierte er nach Polizeiangaben nicht auf die Ansprache. Der Mann führte einen nicht angeleinten Hund mit sich. Nach Darstellung der Polizei bewegte sich das Tier auf die Einsatzkräfte zu. Daraufhin gab ein Beamter im Rahmen der polizeilichen Zwangsanwendung einen Schuss auf den Hund ab.

Der Chihuahua wurde durch den Schuss verletzt und anschließend tierärztlich versorgt. Dort starb er an seinen Verletzungen. Ob der Hund die Polizisten tatsächlich angreifen wollte, geht aus der bisherigen Polizeimitteilung nicht hervor. Auch zu den genauen Umständen des Schusswaffengebrauchs gegen das Tier liegen bislang keine weiteren Angaben vor.

Mann und zwei Polizisten leicht verletzt

Bei der anschließenden Fesselung des 36-Jährigen kam es laut der vorliegenden Schilderung zu Widerstandshandlungen. Dabei wurden sowohl der Tatverdächtige als auch zwei eingesetzte Polizeibeamte leicht verletzt.

Die ursprünglich gesuchte Schusswaffe wurde bei dem Mann nicht gefunden. Gegen ihn wurden Strafverfahren wegen des Verdachts der Bedrohung mit einer Schusswaffe sowie wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Weitere Einzelheiten noch offen

Unklar bleiben derzeit mehrere Punkte des Einsatzes. Dazu zählen die näheren Umstände der vorausgegangenen Bedrohung, die Identität und der Verbleib der gesuchten Schusswaffe sowie die genaue Situation, die zum Schuss auf den Hund führte. Die bisherigen Angaben beruhen auf der Polizeimitteilung zum Einsatz vom 10. Oktober 2026. Weitere gesicherte Erkenntnisse wurden zunächst nicht mitgeteilt.