Im Zusammenhang mit einem versuchten Tötungsdelikt im Ludwigshafener Friedenspark sitzen drei weitere Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Das teilte das Polizeipräsidium Rheinpfalz gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Frankenthal mit. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft dauern an.

Ausgangspunkt der Ermittlungen ist ein Angriff auf einen 29-Jährigen. Der Mann wurde nach Angaben des Berichts am Freitagmorgen, 7. August, im Friedenspark von einer Gruppe angegriffen und schwer verletzt. Im weiteren Verlauf konnten die Ermittler zunächst einen Tatverdächtigen identifizieren. Die Staatsanwaltschaft ging laut Quelle von einer möglichen Beteiligung aus.

Drei Haftbefehle Anfang September erlassen

Nach den weiteren Ermittlungen identifizierten die Behörden insgesamt vier zusätzliche Tatverdächtige. Gegen drei Männer im Alter von 21, 25 und 30 Jahren wurden am Dienstag, 1. September, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle wegen des dringenden Tatverdachts eines versuchten Tötungsdelikts erlassen.

Ein 21-Jähriger wurde am Mittwoch, 2. September, von Polizeikräften festgenommen. Am Donnerstag, 3. September, musste er sich dem Haftrichter vorstellen. Der Haftbefehl wurde in Vollzug gesetzt; der Mann kam anschließend in eine Justizvollzugsanstalt.

Der weitere 25-jährige Beschuldigte befand sich nach Angaben des Wochenblatts bereits in einer Justizvollzugsanstalt. Grund dafür war eine Ersatzfreiheitsstrafe nach einem Diebstahl. Auch er wurde am Donnerstag, 3. September, dem Haftrichter vorgeführt und blieb in Haft.

Festnahme nach Wohnungsdurchsuchung

Ein 30-jähriger Tatverdächtiger wurde am Freitag, 4. September, in Ludwigshafen festgenommen. Noch am selben Tag erfolgte seine Vorführung beim Haftrichter. Dieser setzte den Untersuchungshaftbefehl in Vollzug. Anschließend wurde auch dieser Beschuldigte in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Im Zuge der Ermittlungen durchsuchten Polizeikräfte am Freitagmittag die Wohnung eines Tatverdächtigen. Dabei fanden sie kleinere Mengen verschiedener Betäubungsmittel, eine geladene Schreckschusspistole, knapp 1.700 Euro Bargeld sowie Utensilien, die nach dem Bericht dem Handel mit Betäubungsmitteln zugeordnet wurden.

Der 25-Jährige, bei dem die Gegenstände gefunden worden sein sollen, war zunächst vorläufig festgenommen worden. Am Samstag, 8. August, wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Gegen ihn wurde Untersuchungshaft wegen des Verdachts des bewaffneten Drogenhandels und des versuchten Totschlags angeordnet. Der Bericht stellt diesen Vorgang in den Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Angriff im Friedenspark.

Weiterer 21-Jähriger nicht in Untersuchungshaft

Die Behörden ermittelten außerdem einen weiteren 21-Jährigen, der an der Tat beteiligt gewesen sein soll. Gegen diesen Mann sah die Staatsanwaltschaft jedoch keinen dringenden Tatverdacht eines versuchten Tötungsdelikts. Deshalb wurde kein Untersuchungshaftbefehl beantragt.

Offen sind weiterhin die Hintergründe des Angriffs und das mögliche Motiv. Nach Angaben des Berichts dauern die Ermittlungen dazu an. Für alle Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.