Nach dem schweren Angriff auf einen 29-Jährigen im Ludwigshafener Friedenspark sind drei weitere Verdächtige in Untersuchungshaft. Gegen die Männer im Alter von 21, 25 und 30 Jahren erließen die zuständigen Haftrichter Haftbefehle wegen des dringenden Tatverdachts eines versuchten Tötungsdelikts.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei zu den Hintergründen und zum Motiv des Angriffs dauern an. Nach den bisherigen Angaben war der 29-Jährige am Freitagmorgen, 7. August, im Friedenspark von einer Personengruppe angegriffen worden. Dabei erlitt er mehrere Stich- und Schnittverletzungen und wurde schwer verletzt.

Vier weitere Verdächtige identifiziert

Insgesamt wurden nach dem Angriff vier weitere Verdächtige identifiziert. Gegen drei von ihnen beantragte die Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen bei diesen Beschuldigten von einem dringenden Tatverdacht eines versuchten Tötungsdelikts aus.

Der 21-Jährige wurde am Mittwoch, 2. September, von Polizeikräften festgenommen. Einen Tag später wurde er einem Haftrichter vorgeführt. Dieser setzte den Haftbefehl in Vollzug; der Mann kam anschließend in eine Justizvollzugsanstalt.

Auch der zweite 25-jährige Verdächtige befand sich bereits in einer Justizvollzugsanstalt. Gegen ihn lag eine Ersatzfreiheitsstrafe wegen Diebstahls vor. Er wurde am Donnerstag, 3. September, einem Haftrichter vorgeführt. Der Richter setzte auch in diesem Fall den Haftbefehl in Vollzug, der Beschuldigte blieb in Haft.

Der 30-jährige Tatverdächtige wurde am Freitag, 4. September, in Ludwigshafen festgenommen. Noch am selben Tag wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Auch dieser Haftbefehl wurde vollzogen; der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Ein weiterer 21-Jähriger bleibt zunächst ohne Untersuchungshaft

Gegen einen weiteren 21-Jährigen, der ebenfalls an der Tat beteiligt gewesen sein soll, beantragte die Staatsanwaltschaft keinen Untersuchungshaftbefehl. Nach Angaben der Ermittler ließ sich gegen ihn kein dringender Tatverdacht eines versuchten Tötungsdelikts begründen.

Bereits am Samstag, 8. August, war gegen einen damals identifizierten 25-jährigen Verdächtigen Untersuchungshaft angeordnet worden. Damit sitzen nach den vorliegenden Angaben insgesamt vier Verdächtige im Zusammenhang mit dem Angriff in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu Tatablauf, Motiv und Hintergründen sind noch nicht abgeschlossen.