Fast 300 Fahrer sind bei Schwerpunktkontrollen in der Vorder- und Südpfalz wegen der Nutzung eines Mobiltelefons am Steuer aufgefallen. Das Polizeipräsidium Rheinpfalz bilanzierte nach der Roadpol-Kontrollwoche vom 5. bis 11. Oktober insgesamt 295 Handyverstöße.

Im gesamten Kontrollzeitraum überprüfte die Polizei 1269 Fahrzeuge. 181 Fahrerinnen und Fahrer wurden dabei direkt von den Einsatzkräften festgestellt, weil sie während der Fahrt durch ein Mobiltelefon abgelenkt waren. Zusätzlich erkannte die erstmals eingesetzte Monocam weitere 114 Verstöße.

Neue Technik erkennt Handynutzung

Die beim Polizeipräsidium Rheinpfalz seit Oktober 2026 vorhandene Monocam arbeitet mit intelligenter Software. Das System erkennt, ob eine Person am Steuer ein Mobiltelefon benutzt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums konnten dadurch bei den Kontrollen mehr Verstöße festgestellt werden als zuvor.

Polizei warnt vor „Blindflug“

Die Polizei bezeichnet Ablenkung am Steuer als eine der größten unterschätzten Gefahren im Straßenverkehr. Wer bei Tempo 50 im Stadtverkehr nur eine Sekunde auf das Smartphone schaut, legt nach ihrer Darstellung etwa 14 Meter im Blindflug zurück.

Die Behörde appelliert deshalb an alle Verkehrsteilnehmenden, das Handy während der Fahrt nicht zu benutzen. Die Kontrollwoche wurde vom europaweiten Polizeinetzwerk Roadpol koordiniert und stand unter dem Schwerpunkt der Bekämpfung und Verhinderung von Ablenkungsverstößen.

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz hat seinen Sitz in Ludwigshafen und ist für die Sicherheit von fast einer Million Menschen zuständig. Sein Dienstbezirk umfasst die komplette Vorder- und Südpfalz.