Nach einem mutmaßlichen Drogengeschäft am Europaplatz in Ludwigshafen sitzt ein 30-Jähriger in Untersuchungshaft. Gegen den Mann besteht nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankenthal und des Polizeipräsidiums Rheinpfalz der dringende Tatverdacht des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und Cannabisprodukten.
Polizeikräfte beobachteten den Mann am Dienstag, 1. September 2026, gegen 17 Uhr im Bereich des Europaplatzes. Er soll dort augenscheinlich mit Betäubungsmitteln gehandelt haben. Bei der anschließenden Kontrolle erhärtete sich dieser Verdacht.
Durchsuchung bringt Drogen und Waffen zutage
Eine richterlich angeordnete Durchsuchung seiner Wohnräume führte laut Mitteilung zu umfangreichen Sicherstellungen. Die Ermittler fanden mehr als 30 Gramm Kokain, mehr als 150 Gramm Haschisch und mehr als 800 Gramm Marihuana. Außerdem wurden geringe Mengen Amphetamin und Bargeld beschlagnahmt.
Darüber hinaus stellten die Einsatzkräfte zwei zugriffsbereite Messer und einen Hammer sicher. Der Vorwurf bezieht sich deshalb nicht nur auf den mutmaßlichen Handel mit Drogen und Cannabisprodukten, sondern auch auf einen bewaffneten Handel.
Haftrichter erlässt Untersuchungshaftbefehl
Der 30-Jährige wurde vorläufig festgenommen und am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankenthal erließ dieser einen Untersuchungshaftbefehl. Der Mann wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Die Behörden bezeichneten den Beschuldigten als algerischen Staatsbürger, der sich unerlaubt in Deutschland aufhalte. Es gilt die Unschuldsvermutung. Rückfragen zu dem Fall beantworten die Staatsanwaltschaft Frankenthal/Pfalz und das Polizeipräsidium Rheinpfalz.