Die Sperrung der Hochstraße Nord, des Hemshoftunnels und der Kurt-Schumacher-Brücke bringt nach Darstellung der CDU-Stadtratsfraktion erhebliche Einschränkungen für Pendler, Anwohner und Betriebe in Ludwigshafen. Die Fraktion fordert eine sachliche Bewertung der Lage und verweist auf Sicherheitsanforderungen an betroffenen Bauwerken.
CDU: Bauwerke dürfen nicht weiter betrieben werden
Nach Angaben der CDU stammen die nun gesperrte Abfahrt und das für die Verkehrsspange vorgesehene Bauwerk aus demselben Baujahr und weisen vergleichbare materialbedingte Schäden auf. Die Fraktion erklärt, die einschlägige Richtlinie der Bundesanstalt für Straßenwesen lasse einen weiteren Betrieb der Bauwerke nicht zu.
„Die aktuelle Verkehrssituation fordert den Menschen und Unternehmen viel Geduld und Flexibilität ab. Das wollen wir nicht kleinreden. Dennoch hilft es nicht, den Eindruck zu erwecken, für eine Baustelle dieser Größenordnung ließen sich kurzfristig einfache und störungsfreie Lösungen finden“, erklärt der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Dr. Peter Uebel.
Auch eine provisorische Lösung hätte laut CDU keine schnelle Entlastung gebracht: Planung und Einrichtung hätten voraussichtlich anderthalb bis zwei Jahre beansprucht. Nach ihrer Fertigstellung hätte ein Provisorium demnach für den weiteren Bauablauf wieder zurückgebaut werden müssen.
Rheinuferstraße und Wohnstraßen im Blick
Die CDU begrüßt, dass die Stadtverwaltung nach ihrer Darstellung an einer alternativen Verkehrsführung über die Rheinuferstraße arbeitet. Die Verkehrslage solle fortlaufend beobachtet werden. Bei problematischen Verkehrsverlagerungen, insbesondere in Wohnstraßen des Hemshofs und der nördlichen Innenstadt, solle gezielt nachgesteuert werden.
Die Fraktion appelliert zudem an Bürgerinnen und Bürger, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Verkehrslage, Sperrungen und Umleitungsempfehlungen zu informieren. Als Informationsquellen nennt sie die Stadt, Verkehrsmeldungen, Navigationsdienste, Mobilitäts-Apps sowie Hinweise von Polizei und Verkehrsbetrieben.
„Gerade in den ersten Tagen und Wochen müssen sich die Verkehrsströme neu einspielen. Selbstverständlich erwarten auch wir eine klare, verständliche und möglichst frühzeitige Kommunikation. Jetzt sind aber vor allem Besonnenheit, gegenseitige Rücksichtnahme und konstruktive Zusammenarbeit gefragt“, erklärt Dr. Peter Uebel abschließend.