In Ludwigshafen ist ein 19-Jähriger wegen des dringenden Verdachts des gewerbsmäßigen Bandendiebstahls in Untersuchungshaft gekommen. Spezialkräfte der Kriminalpolizei nahmen den jungen Mann vergangene Woche im Bereich der Brunkckstraße fest. Das teilten das Polizeipräsidium Rheinpfalz und die Staatsanwaltschaft Frankenthal am Montag mit.
Nach bisherigen Ermittlungen soll der Beschuldigte Mitglied einer Betrüger-Bande gewesen sein, die es vor allem auf ältere Menschen aus der Pfalz abgesehen hatte. Die Ermittler bringen die Gruppe seit Januar mit insgesamt 18 Straftaten in der Vorder- und Südpfalz in Verbindung. Dabei sollen die Täter ihre Opfer um mehr als 48.000 Euro gebracht haben.
So gingen die mutmaßlichen Täter vor
Die Verdächtigen sollen sich am Telefon als Bankmitarbeiter ausgegeben haben. Unter dem Vorwand, verdächtige Buchungen auf den Konten der Angerufenen entdeckt zu haben, überzeugten sie ältere Menschen demnach, ihre Bankkarten samt PIN herauszugeben.
Für die anschließende Abholung erschienen laut Ermittlern angebliche Bankmitarbeiter an den Wohnungen der Geschädigten. Der nun festgenommene 19-Jährige soll an mehreren dieser Taten beteiligt gewesen sein. Die Angaben beruhen auf dem derzeitigen Ermittlungsstand; bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Durchsuchungen in Ludwigshafen und Worms
Im Zusammenhang mit der Festnahme durchsuchten Einsatzkräfte Wohnungen in Ludwigshafen und Worms. Dabei stellten sie insgesamt sechs Mobiltelefone, drei Schreckschusswaffen, einen Schlagring, mehrere Messer und Munition sicher.
Der junge Mann sitzt nun in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu den mutmaßlichen Betrugstaten und den weiteren Beteiligten dauern an.