Die Baustellen auf den Rheinbrücken verändern den täglichen Verkehr zwischen Ludwigshafen und Mannheim deutlich. Während auf den Brücken die Verkehrslage angespannt ist, steigen mehr Pendler auf das Fahrrad um. Dauerzählstellen melden inzwischen knapp 14 Prozent mehr Radverkehr über den Rhein.
Besonders sichtbar ist die Entwicklung an der Kurt-Schumacher-Brücke. Viele Radfahrer und auch Mopedfahrer nutzen dort die Radwege. Nach Angaben des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), Ortsgruppe Mannheim, steht die Zunahme im Zusammenhang mit der monatelangen Sperrung der Brücke.
Mehr Fahrräder auf den Rheinbrücken
Die Zählstellen registrieren nicht nur einzelne Ausschläge, sondern einen deutlichen Anstieg des Radverkehrs. Insgesamt sind den Angaben zufolge zwischen Mannheim und Ludwigshafen weniger Autos und mehr Fahrräder unterwegs. Die Verkehrslage auf den Rheinbrücken führt damit bei mehr Pendlern zu einem Wechsel des Verkehrsmittels.
Für Radfahrer bedeutet das: Die Verbindungen über den Rhein werden stärker genutzt als zuvor. Die Kurt-Schumacher-Brücke ist dabei ein wichtiger Abschnitt der täglichen Wege. Ihre monatelange Sperrung wirkt sich deshalb nicht nur auf den Autoverkehr aus, sondern verändert auch die Zusammensetzung des Verkehrs auf den verbliebenen Verbindungen.
Mopeds auf Radwegen sorgen für Konflikte
Der wachsende Radverkehr bringt allerdings nicht nur eine höhere Auslastung der Wege mit sich. Mopeds, die Radwege nutzen, sorgen für Ärger. Hinzu kommen Lücken in der Verkehrsführung. Damit treffen mehr Radfahrer auf eine Infrastruktur, die laut der vorliegenden Schilderung nicht durchgehend klar geführt ist.
Für Pendler zwischen Ludwigshafen und Mannheim kann das die tägliche Fahrt erschweren. Die stärkere Nutzung der Radwege macht sichere und nachvollziehbare Verbindungen besonders relevant. Der Bericht nennt jedoch keine konkrete neue Route, keinen Zeitplan für Verbesserungen und keine einzelne Gefahrenstelle.
ADFC verweist auf verändertes Mobilitätsverhalten
Der ADFC Mannheim bewertet die Zahlen als klares Zeichen für eine Veränderung im Pendlerverkehr. Die Daten zeigen demnach, dass die Brückenbaustellen den Umstieg aufs Fahrrad begünstigen. Wie lange der höhere Radverkehr anhält, wird in dem Bericht nicht angegeben.
Die Entwicklung betrifft die Rheinquerungen von Ludwigshafen und Mannheim und damit auch Radler aus dem weiteren Umfeld. Ein Fahrrad-Newsletter der RHEINPFALZ kündigt außerdem Themen zu gefährlichen Stellen für Radler und E-Bikes sowie zu Plänen für Pendler-Routen an. Der Newsletter erscheint laut Bericht jeden zweiten Freitag.