In Ludwigshafen wächst der Druck auf die Stadtverwaltung, zugesagte Radrouten umzusetzen. Nach dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) Ludwigshafen-Vorderpfalz kritisiert nun auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Ludwigshafen die Verkehrspolitik der Stadt. Der Vorwurf: Moderne Mobilitätskonzepte würden nur unzureichend umgesetzt, während schnelle Verbindungen für Radfahrer seit Jahren auf sich warten ließen.
Radweg in der Heinigstraße wieder entfernt
Konkreter Anlass ist der Radweg in der Heinigstraße. Er wurde nach Angaben des Berichts wieder entfernt, damit mehr Platz für Autos zur Verfügung steht. Damit steht zugleich eine weitere wichtige Verbindung zur Debatte: Auch die geplante beziehungsweise diskutierte Radroute an der Konrad-Adenauer-Brücke ist Gegenstand der Auseinandersetzung.
Für Radfahrer geht es damit nicht nur um eine einzelne Strecke. Die Verbände stellen grundsätzlich infrage, ob die in Ludwigshafen und auf Landesebene angekündigten Routen tatsächlich umgesetzt werden. Der VCD hatte diese Entwicklung bereits kritisiert. Der ADFC schließt sich dieser Einschätzung nun an und fordert damit indirekt eine verlässlichere Umsetzung der Mobilitätszusagen.
ADFC unterstützt Kritik des VCD
ADFC-Sprecher Andreas Ziegle unterstrich in einer Stellungnahme die Darstellung des VCD. Radfahrer warteten in Ludwigshafen demnach seit Jahren vergeblich auf schnelle Routen, obwohl Politik in Stadt und Land entsprechende Zusagen gemacht habe. Die Kritik richtet sich damit sowohl an die kommunale Verwaltung als auch an die Landespolitik.
Der ADFC reagierte auf die Berichterstattung der Zeitung in der Ausgabe vom 25. August. Eine Entscheidung zur Radroute an der Konrad-Adenauer-Brücke oder ein konkreter Zeitplan für weitere schnelle Radrouten wird im vorliegenden Bericht nicht genannt. Offen bleibt daher, wann und in welcher Form die umstrittenen Verbindungen umgesetzt werden.