Die Vollsperrung der Kurt-Schumacher-Brücke belastet nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammern Pfalz und Rhein-Neckar den Pendelverkehr und die Lieferketten zwischen Ludwigshafen und Mannheim erheblich. Die Kammern rechnen mit Verkehrsproblemen, Zeitverlusten und zusätzlichen Kosten.

Ausweichrouten unter besonderem Druck

Besonders die Konrad-Adenauer-Brücke und ihre Zubringer könnten laut IHKs deutlich stärker belastet werden. Als mögliche Entlastung sehen die Kammern die Hochstraße Süd, die in wenigen Wochen fertig gestellt werden soll und nach vollständiger Verkehrsfreigabe spürbar helfen könne.

IHKs verlangen Transparenz und schnelle Planung

Die IHKs fordern von Politik und Verwaltung transparente Informationen zur Sanierung und zu einer möglichst frühen Wiederöffnung der Brücke. Außerdem verlangen sie eine klare Priorisierung sowie eine belastbare Übersicht der Kosten.

Die Kammern sprechen sich zudem dafür aus, den Mobilitätspakt Rhein-Neckar zu reaktivieren. Städte, Metropolregion, Länder, Bund, Wirtschaft und Verkehrsunternehmen sollen laut Mitteilung gemeinsam handeln, Zuständigkeiten klären und Maßnahmen vorantreiben.

Brückengesellschaft soll konkrete Aufgaben übernehmen

Als richtigen Ansatz bezeichnen die IHKs die gemeinsame Brückengesellschaft der Städte Mannheim und Ludwigshafen. Sie solle mit konkreten Aufgaben betraut sowie personell und finanziell so ausgestattet werden, dass rheinquerende Verbindungen gemeinsam, regional und zügig geplant, finanziert und umgesetzt werden können.