Für Kundinnen und Kunden in Ludwigshafen ist eine wichtige Frage noch ungeklärt: Schließt KiK eine oder mehrere Filialen in der Stadt? Der Textil- und Haushaltswaren-Discounter baut sein Filialnetz in Deutschland und Europa deutlich um. Eine vollständige Liste der betroffenen Standorte liegt bislang jedoch nicht vor.
KiK hatte bereits am 24. März 2026 umfangreiche Veränderungen angekündigt. Nach den damals bekannt gewordenen Plänen sollen in Deutschland 135 Filialen aufgegeben werden. Ob dazu auch ein Standort in Ludwigshafen gehört, lässt sich derzeit nicht bestätigen.
135 Schließungen in Deutschland angekündigt
Europaweit plante das Unternehmen für das Jahr 2026 rund 300 Filialschließungen. Gleichzeitig waren 75 Neueröffnungen vorgesehen. Unter dem Strich sollte die Zahl der KiK-Geschäfte in Europa bis Ende 2026 um etwa 225 Standorte auf gut 4.000 Filialen sinken.
Für Deutschland bedeutete die Planung: 135 Geschäfte sollten schließen, anschließend sollten noch rund 2.200 KiK-Filialen bestehen. Einige Standorte waren nach Angaben des Unternehmens bereits geschlossen, weitere sollten im Laufe des Jahres folgen. Welche Filialen genau betroffen sind, veröffentlichte KiK bei der Ankündigung im März allerdings nicht.
Damit bleibt auch für die Metropolregion Rhein-Neckar offen, ob der Umbau konkrete Folgen hat. Im Blick stehen neben Ludwigshafen auch KiK-Filialen in Mannheim, Heidelberg, Frankenthal, Speyer und Worms sowie im Rhein-Pfalz-Kreis, im Rhein-Neckar-Kreis und im Landkreis Bad Dürkheim.
Warum KiK sein Filialnetz überprüft
Als Grund nennt das Unternehmen eine Überprüfung und Bereinigung des bestehenden Filialnetzes. KiK war in den vergangenen Jahren stark expandiert. Nach Unternehmensangaben liegen manche Filialen zudem sehr nah beieinander.
Zusätzlichen Druck erzeugt die Entwicklung im stationären Einzelhandel. Die Konsumzurückhaltung vieler Verbraucher, eine hohe Preissensibilität und der wachsende Wettbewerb erschweren das Geschäft. KiK konkurriert dabei nicht nur mit anderen stationären Discountern. Auch internationale Onlineplattformen erhöhen den Druck im Textil- und Non-Food-Bereich.
Ein vollständiger Rückzug aus dem stationären Handel ist nach der bisherigen Planung dennoch nicht vorgesehen. Den Schließungen sollen europaweit 75 Neueröffnungen gegenüberstehen. Außerdem arbeitet KiK an einem neuen Filialkonzept, das nach Unternehmensangaben bis 2028 europaweit ausgerollt werden soll.
Was bedeutet der Umbau für Beschäftigte?
Neben den Standorten ist die Zukunft der Beschäftigten ein zentraler Punkt. KiK beschäftigt bundesweit Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei der Bekanntgabe der Pläne im März erklärte das Unternehmen, für Beschäftigte betroffener Filialen sollten Lösungen gefunden werden.
Nach Möglichkeit sollten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in anderen Filialen weiterbeschäftigt werden. Kündigungen seien nach dem damaligen Stand nicht vorgesehen. Offen ist nun, ob diese Aussage weiterhin gilt, wie viele Beschäftigte tatsächlich betroffen sind und ob für sie andere Einsatzorte zur Verfügung stehen.
MRN-News hat KiK deshalb um konkrete Informationen gebeten. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Zahl der im Jahr 2026 tatsächlich geschlossenen Filialen, die betroffenen Standorte in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sowie die Frage, ob inzwischen eine vollständige Schließungsliste vorliegt.
Eine abschließende Antwort für Ludwigshafen und die Region gibt es derzeit nicht. Sobald KiK eine Stellungnahme oder konkrete Angaben zu den betroffenen Standorten übermittelt, soll darüber berichtet werden. Bis dahin bleibt offen, ob Kundinnen und Kunden in Ludwigshafen mit der Schließung einer KiK-Filiale rechnen müssen.