Die Auseinandersetzung an der Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen zieht sich voraussichtlich bis ins kommende Jahr. Über den Antrag auf Auflösung des Personalrats wird nach Einschätzung des Mainzer Verwaltungsgerichts wahrscheinlich erst 2027 entschieden.
Auf Nachfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) teilte das Gericht mit, es sei „eher unwahrscheinlich“, dass noch 2026 ein Verhandlungstermin stattfinde. Damit bleibt zunächst offen, wann das Verfahren zur Zukunft des gewählten Gremiums an der Schule verhandelt wird.
Antrag des Landes liegt beim Gericht
Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU) hatte in der vergangenen Woche im Bildungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags erklärt, dass das Land die Auflösung des Personalrats anstrebe. Den entsprechenden Antrag stellte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) stellvertretend für den Schulleiter beim Gericht.
Hintergrund sind laut den Angaben schwerwiegende Konflikte innerhalb des Kollegiums. Die Ministerin hatte zugleich angekündigt, dass drei Lehrkräfte von der Schule versetzt oder abgeordnet werden sollen. Unter ihnen sind der Schulleiter und ein weiteres Mitglied der Schulleitung.
Personalrat kann Stellung nehmen
Nach Eingang des Antrags läuft derzeit die Frist für eine Stellungnahme des Personalrats. Der Lehrerverband VBE und die Bildungsgewerkschaft GEW hatten zuvor betont, dass die Auflösung eines gewählten Personalrats ein weitreichender Schritt sei und vom Land sehr gut begründet werden müsse.
Die Karolina-Burger-Realschule plus hatte wegen der Konflikte im Kollegium seit Monaten wiederholt bundesweit Aufmerksamkeit erregt. Ein konkreter Verhandlungstermin steht nach den vorliegenden Angaben noch nicht fest.