Im Ludwigshafener Südweststadion geht es beim „Kanälschers“-Turnier nicht um Tabellenplätze oder den Kampf um einen Pokal. Für Grund- und Förderschüler steht die Freude am Fußball im Vordergrund. Das Konzept verzichtet bewusst auf Schiedsrichter und feste Mannschaften.

Der offizielle Name der Veranstaltung lautet Fritz-Walter-Turnier. Gespielt wird in einer Atmosphäre, in der übergroßer Ehrgeiz keinen Platz haben soll. Damit rückt das gemeinsame Fußballerlebnis in den Mittelpunkt – und nicht das Ergebnis einzelner Spiele.

Fußball ohne festen Leistungsdruck

Das Turnier richtet sich an Ludwigshafener Schulen. Die Kinder treten dabei nicht in dauerhaft festgelegten Teams an. Auch eine Schiedsrichterentscheidung am Spielfeldrand gehört nicht zum Konzept. Auf diese Weise soll der freundschaftliche Charakter der Veranstaltung erhalten bleiben.

Die Schulmannschaften waren laut dem Bericht bereits mit Jungen und Mädchen gut gemischt. Das Turnier steht damit für eine offene Form des Schulfußballs, bei der das Mitmachen wichtiger ist als ein sportlicher Wettbewerb mit Gewinnern und Verlierern.

Zwei Altersgruppen, zwei Termine

Der Ablauf ist nach Jahrgangsstufen gegliedert: Im April waren zunächst die ersten und zweiten Klassen der Ludwigshafener Schulen zu einem freundschaftlichen Fußballspiel eingeladen. Nach den Sommerferien folgten die Dritt- und Viertklässler auf dem Platz.

Das „Kanälschers“-Turnier verbindet so mehrere Grund- und Förderschuljahrgänge mit einem Fußballangebot im Südweststadion. Der Bezug zu Fritz Walter steht dabei für Fußball im sportlich-fairen Geist – ohne den Druck, am Ende einen Pokal gewinnen zu müssen.