Gringo Mayer bleibt seiner Heimatstadt Ludwigshafen verbunden – und legt mit „Simma widda gut?“ sein viertes Album vor. Die neue Platte klingt nach Einschätzung der DIE RHEINPFALZ musikalisch ausgefeilter, ohne den eigenen Charakter des Ludwigshafeners zu verlieren.
Schon der Titel wirkt auf den ersten Blick mehrdeutig. Ins Hochdeutsche übersetzt, könnte „Simma widda gut?“ zunächst wie eine ironische Selbstbewertung klingen: Hat jemand etwas wieder besonders gut hinbekommen – oder eben nicht? Genau diese doppelte Lesart macht den Albumtitel aus.
Eine pfälzische Frage mit versöhnlichem Kern
Für Pfälzerinnen und Pfälzer steckt in dem Satz jedoch eine andere Bedeutung. „Simma widda gut?“ ist dem Bericht zufolge vor allem eine Versöhnungsgeste nach einem kleinen Streit. Gemeint ist die Selbstvergewisserung, dass eigentlich wieder alles in Ordnung ist – verbunden mit einer ausgestreckten Hand, nachdem zuvor die Faust erhoben wurde.
Damit trägt der Titel eine emotionale Ebene, die über eine bloße Redewendung hinausgeht. Er beschreibt einen Moment zwischen Reibung und Verständigung und verankert das Album zugleich in einem regionalen Sprachgefühl. Die Mundartformulierung macht hörbar, woher Mayer kommt.
Neues Album, vertrauter Musiker
Die Rezension stellt Gringo Mayer in einen musikalischen Zusammenhang mit einem Vers aus einem Lied von Element of Crime. Dort wird das Bild eines Landschaftsgärtners verwendet, der dort Ordnung schaffen will, wo Neurosen wuchern. Mayer erscheint in diesem Zusammenhang als Musiker in seiner Heimatstadt Ludwigshafen.
Das Urteil der Zeitung fällt trotz der weiterbestehenden Eigenheiten klar positiv aus: Die Musik des Ludwigshafeners sei auf dem vierten Album etwas ausgefeilter, klinge aber weiterhin „richtig gut“. Für Ludwigshafen ist die Veröffentlichung damit auch ein neues Kapitel eines Künstlers, der in seiner Heimatstadt präsent bleibt.